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08.08.2014

13:20 Uhr

Sigmar Gabriel zur Russland-Krise

„Angst, dass sich die Krise weiterentwickelt“

Sigmar Gabriel warnt vor einer Verschärfung der Russland-Krise. Der Bundeswirtschaftsminister fürchtet Sanktionen, deren wirtschaftlicher Preis zu hoch sein könnte. Vor allem von der Energie will er die Finger lassen.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) unterhält sich im Herbert-Wehner-Saal in Dresden (Sachsen) mit der Mitarbeiterin des Netzwerk Demokratie und Courage - Sachsen, Stella Meyer: Energie dürfe in Europa nicht als Mittel der politischen Auseinandersetzung genutzt werden. dpa

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) unterhält sich im Herbert-Wehner-Saal in Dresden (Sachsen) mit der Mitarbeiterin des Netzwerk Demokratie und Courage - Sachsen, Stella Meyer: Energie dürfe in Europa nicht als Mittel der politischen Auseinandersetzung genutzt werden.

JenaBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ist angesichts der Wirtschaftssanktionen im Ukraine-Konflikt in Sorge über das deutsch-russische Verhältnis. „Wir müssen Angst haben, dass sich die Krise weiterentwickelt“, sagte Gabriel am Freitag während seiner Sommertour in Jena. „Wenn Russland sich nicht zu Veränderungen bringen lässt, ist der politische, der kulturelle, aber auch der wirtschaftliche Preis viel höher als der der jetzigen Sanktionen.“ Gabriel warnte zugleich grundsätzlich vor Sanktionen in der Energieversorgung.

Energie dürfe in Europa nicht als Mittel der politischen Auseinandersetzung genutzt werden. „Das würde uns ein großes Stück Sicherheit geben, das würde auch Russland Sicherheit geben.“ Gabriel betonte: „Wir werden die Probleme in Europa nur in Verhandlungen lösen.“

Von den aktuellen Sanktionen Russlands erwartet der Minister keine bedrohlichen Folgen für Deutschland. Der Anteil Russlands am deutschen Außenhandel betrage nur 3,3 Prozent, überdies seien viele deutsch-russischen Geschäfte über Bundesbürgschaften abgesichert.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Herr peter Spirat

08.08.2014, 13:43 Uhr

Mit anderen Worten, wenn der Russe sich gegen die unbegründeten Sanktionen wehrt, dann mit den Preisen für die Energie?

Account gelöscht!

08.08.2014, 14:27 Uhr

Jetzt scheint den politischen Schnellmerkern aufzufallen, dass Sanktionen mit Gegensanktionen quittiert werden können?
Im übrigen wurden die Sanktionen auf Grund von "ich haben gehört, ein erwiesener Lüger beweist, usw". Diese Basis war mehr als nur mager.

Herr Joachim Scholz

08.08.2014, 14:36 Uhr

Es wird noch ganz bitter fuer Deutschland werden, Sanktionen sind das eine, aber der Russe wird das nicht vergessen. Die DB kann sich die 800 KM jetzt schon abschminken, nie und nimmer. Hoffendlich tritt die Bevoelkerung diese Polit Luftpumpen dann richtig in den HIntern.

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