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14.01.2005

21:31 Uhr

Silberschatz kehrt zurück

Annäherung bei Streit um Beutekunst

Am Rande der Feierlichkeiten zum Abschluss der deutsch-russischen Kulturjahre hat die Regierung in Moskau die Rückgabe wichtiger im Zweiten Weltkrieg erbeuteter Kunstschätze zugesagt.

HB BERLIN. Zum Abschluss der deutsch-russischen Kulturjahre 2003/2004 am Freitag in St. Petersburg hat es Fortschritte in der Frage der umstrittenen Beutekunst gegeben: Der Silberschatz der von den Nationalsozialisten verfolgten Familie von Anhalt soll von Russland nach Deutschland zurückkehren. Das erklärte Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) nach einem Gespräch mit ihrem russischen Amtskollegen in Sankt Petersburg.

«Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass das noch vor oder während der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Kriegsendes geschieht», sagte Weiss. Der von Kunstkennern als sehr wertvoll bezeichnete 18-teilige Schatz - vor allem Krüge und Teller - werde der Familie von Anhalt ausgehändigt.

Vor den Feiern im Mai zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 60 Jahren betonten beide Staatschefs die Bedeutung des Kulturaustausches für eine Versöhnung zwischen Russen und Deutschen und zogen eine positive Bilanz der zweijährigen Kulturbegegnungen. «Wir stimmten überein, dass sie ein voller Erfolg waren», sagte Köhler. Er fügte hinzu: «Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland haben Zukunft, eine große Zukunft.»

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