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03.05.2013

13:43 Uhr

„Sinneswandel“

Alternative für Deutschland lobt Lafontaines Euro-Kritik

Ex-Linke-Chef Oskar Lafontaine will zurück zu den nationalen Währungen in der Euro-Zone. Das sagte er in einem Interview – und erntet dafür Lob von der Konkurrenz.

Der frühere Vorsitzende der Linken Oskar Lafontaine will zurück zu den nationalen Währungen. Dafür erntet er Lob von der Alternative für Deutschland. dpa

Der frühere Vorsitzende der Linken Oskar Lafontaine will zurück zu den nationalen Währungen. Dafür erntet er Lob von der Alternative für Deutschland.

Bad NauheimDie eurokritische neue Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat die Forderung des früheren Linke-Chefs Oskar Lafontaine begrüßt, in der Eurozone zu nationalen Währungen zurückzukehren.

AfD-Sprecher Bernd Lucke sagte am Freitag: „Lafontaine vertritt nun genau das Konzept, das die Alternative für Deutschland vorgeschlagen hat.“ Lafontaine habe vor einigen Wochen noch ganz anders geklungen. „Aber besser spät als nie“, sagte Lucke nach Angaben seiner Partei.

Der Linke-Politiker und Ex-Finanzminister hatte sich in der „Saarbrücker Zeitung“ dafür ausgesprochen, neben dem Euro wieder nationale Währungen einzuführen, die dann auf- und abgewertet werden könnten. Er habe als „überzeugter Europäer“ den Euro lange Jahre befürwortet, weil er von einer Koordinierung der Wirtschaftspolitik in der Eurozone ausging. „Das ist leider nicht eingetreten“, sagte Lafontaine. In Südeuropa seien die Löhne und Ausgaben zu stark gewachsen, während in Deutschland ein massives Lohndumping betrieben worden sei.

Von

dpa

Kommentare (28)

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Account gelöscht!

03.05.2013, 14:00 Uhr

Auch Sahra Wagenknecht hatte erst unlängst in einem Interview für ntv gesagt, dass die AfD in vielen Punkten recht hat. Die Linke ist gut beraten, sich auf ihre Kernfelder zu konzentrieren und sich im übrigen ein Beispiel am prägnanten Wahlprogramm der AfD zu nehmen.

Falk

03.05.2013, 14:05 Uhr

Im Gegensatz zu seinen alten SPD-Genossen war Lafontaine schon immer der bessere Analytiker. Die Tatsache, dass er sich nun der Position der AfD angenähert hat, spricht für seinen analytischen Verstand und ehrt ihn.
Frau Wagenknecht kommt zu ähnlichen Resultaten, wenn sie ausführt, man springe zu kurz, wenn man den Gründern der AfD Populismus unterstellt.

SapereAude

03.05.2013, 14:37 Uhr

Man fragt sich warum immer von Prognosen a la 2-3% die Rede ist in Bezug zur AfD..in anderen Umfragen z.b eines privaten Fernsehsenders gab es vor wenigen Tagen eine Telefonumfrage bei der die CDU und SPD jewils auf knapp 20% kamen, die Grünen auf lächerliche (aber mittlerweile durchaus verdiente) 1%, die FDP im Bereich von unter 5% und Linke auf fast 9% ja die AfD aber auf 47% kamen ! ebenso eine Umfrage vor wenigen Wochen bei einer renomierten Zeitschrift: innerhalb 3-4 Tagen stimmten 95% (knapp 50.000 Stimmen !!) auf die Frage hin ob sie sich vorstellen könnten eine Anti Euro Partei zu wählen mit JA! aber irgendwie muss man ja gegen solche Parteien Propaganda betreiben um mit etwas Angst noch ein paar %ente zu retten und Vergleiche mit der NPD o.ä. sind absolut lächerlich (dass diese geistig verwirrten gegen den Euro sind ist ja wohl klar aber kann wohl kaum als "Gemeinsamkeit" bezeichnet werden)ich sehe mich selber als "Patriot" aber trotzdem Europäer was man auch als "rechts" bezeichnen würde in diesem Land irrsinnigerweise- aber die Linke und jetzt die AfD sagen mir vielfach mehr zu als alle anderen Parteien ! Aber vor der Wahl ist nicht gleich nach der Wahl...man wird sehen ob es nur Gerede ist. Aber jetzt ist es Zeit, dass mal andere dran sind..es wurde lang genug geredet und gelogen

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