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07.05.2013

16:40 Uhr

Social Media in der Politik

Wenn Facebook die Bundestagswahl entscheidet

VonAndreas Dörnfelder

Elfmal so viele Anhänger wie SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hat Kanzlerin Merkel in dem sozialen Netzwerk versammelt. Zwar entscheidet Facebook nicht über die kommende Wahl – doch der Einfluss des Internets wächst.

Kanzlerin Angela Merkel: Im Internet zuhause. dpa

Kanzlerin Angela Merkel: Im Internet zuhause.

BerlinGinge es nach der Zahl der Facebook-Freunde, hätte Angela Merkel (CDU) die kommende Bundestagswahl schon so gut wie gewonnen. Mit rund 260.000 Anhängern hat die amtierende Kanzlerin in dem sozialen Netzwerk mehr als elf Mal so viel Zuspruch wie ihr Herausforderer Peer Steinbrück (SPD). Ein Vorsprung, der kaum noch einzuholen ist.

Für die SPD und ihren Kanzlerkandidaten muss das ein Alarmsignal sein. Zwar stimmen die Deutschen am 22. September wie gewohnt mit Stift und Papier und nicht auf Facebook darüber ab, wer künftig in Berlin das Sagen hat. Doch auf dem Weg dorthin informieren sich immer mehr Wähler online über Politik.

Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Branchenverbands Bitkom dürfte die kommende Bundestagswahl so stark vom Internet beeinflusst werden wie keine zuvor. Während sich vor vier Jahren nur 45 Prozent der Deutschen im Web über Politik informierten, seien es inzwischen bereits 60 Prozent.

Bei den 18- bis 29-Jährigen liege der Anteil sogar bei 80 Prozent. „Kein anderes Medium hat so stark aufgeholt wie das Internet“, sagte Bitcom-Verbandspräsident Dieter Kempf bei der Vorstellung der Zahlen am Dienstag in Berlin.

Kommentare (10)

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Aragon

07.05.2013, 18:26 Uhr

Merkels Desaster bleibt leider: massive Entwertung der deutschen Sparrücklagen, Dezimierung der privaten Vorsorgen wie Renten und Lebensversicherungen, explodierende Strompreise, Pflichtbürgschaften der Bürger ohne Rückfrage, Ausverkauf an EU-Pleiteländer, Rentenkürzungen nach Gutsherrnart (Westrentner). Leider erkennt Merkel nicht, dass es die Folgen des dauer-koma-kranken Euros sind, die auch den Süd-EU-Ländern keine Chance mehr gibt, siehe riesige Arbeitslosenzahlen besonders bei den Jugendlichen. Und diesen Irrsinn sollen die deutschen Bürger wählen??? Niemals mehr eine der Altparteien, die das genannte Desaster zu verantworten haben.

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tannenmehl

07.05.2013, 18:31 Uhr

Merkel: "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa". Wie recht doch Merkel hatte. Beide sind gescheitert!. Jetzt hilft zur Schadensbegrenzung nur noch die AfD, endlich eine Alternative, die Merkel nie hatte. Diese AfD wird sie wohl nicht mehr loswerden.

willi

07.05.2013, 19:28 Uhr

facebook entscheidet die Bundestagswahl nicht. Entscheiden tun die älteren Mitmenschen (die gehen nämlich noch zu einem hohen Prozentsatz zur Wahl).
Übrigens geht mir die AfD Werbung, getarnt als Forumsbeitrag, total auf den Senkel. Ich verkenne nicht, daß das Europroblem uns drückt. Ich will aber weder den oberlehrerhaften Grünsozialismus, noch die Unfähigkeit der SPD "nein" zu sagen gegenüber all denen, die uns erpressen mit irgendwelchen Altscheiss.
Als allererstes müssen wir vor unserer Haustüre kehren, weniger Schulden machen (d.h. der Staat substantiell weniger ausgeben) und nicht immer den anderen sagen, was die machen müssen.6guP3U

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