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12.10.2017

14:46 Uhr

Sonderermittler kritisiert Berlin

Massive Versäumnisse im Fall Amri

Dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt sind offenbar zahlreiche Polizei-Pannen vorausgegangen. Der Sonderermittler kritisiert in seinem Abschlussbericht nun besonders die Berliner Kriminalpolizei.

Fall Anis Amri

„Man kann nicht so tun, als hätte man einen Eier-Dieb festgenommen“

Fall Anis Amri: „Man kann nicht so tun, als hätte man einen Eier-Dieb festgenommen“

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BerlinZehn Monate nach dem islamistischen Terroranschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt hat ein Sonderermittler erneut zahlreiche schwere Fehler verschiedener Polizeibehörden und anderer Stellen festgestellt. Der frühere Bundesanwalt Bruno Jost kritisierte am Donnerstag bei der Vorstellung seines Abschlussberichts zu den Ermittlungen rund um den Attentäter Anis Amri besonders die Berliner Kriminalpolizei, aber auch die Polizei in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Amri war als sogenannter islamistischer Gefährder bekannt. Er hätte wegen seines Drogenhandels und gefälschter Ausweise höchstwahrscheinlich verhaftet und in Untersuchungshaft gesperrt werden können, sagte Jost, der vom Senat beauftragt worden war.

Berliner Weihnachtsmarkt-Anschlag: Aktenmanipulation bestätigt

Berliner Weihnachtsmarkt-Anschlag

Aktenmanipulation bestätigt

Ein Kriminalkommissar fälschte nachträglich Akten zum Berliner Terrorattentäter Amri. Der Polizist wollte wohl eigene Fehler verschleiern, sagt der Sonderermittler. Amri hätte sonst schon früher gestoppt werden können.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) forderte einen Untersuchungsausschuss des Bundestags zu dem Terroranschlag. Die Fehler vor dem Anschlag seien länderübergreifend und auch auf Bundesebene begangen worden, sagte er zur Begründung. Auch die Rolle des Gemeinsamen Terrorabwehrzentrums von Bund und Ländern (GTAZ) und des Bundeskriminalamts (BKA) müsse hinterfragt werden.

Jost hatte im Auftrag Geisels Mitte April seine Arbeit begonnen, um die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der anderen Behörden zu Amri zu untersuchen und Fehler aufzudecken. In seinem Zwischenbericht hatte er schon Versäumnisse und Fehlinformationen der Polizisten bestätigt, aber zugleich auch deren Arbeit gegen pauschale Verurteilungen verteidigt.

Von

dpa

Kommentare (13)

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Frau Annette Bollmohr

12.10.2017, 16:41 Uhr

@Herr Stefan Schmidt, 12.10.2017, 15:44 Uhr

„Mal sehen wie es weiter geht, ob diese Nachricht zur Hauptsendezeit im Fernsehn eine Meldung wert ist !!“

Ist sie:

http://www.tagesschau.de/inland/amri-abschlussbericht-101.html

http://www.heute.de/zahlreiche-polizei-fehler-im-fall-amri-sonderermittler-zu-anschlag-auf-weihnachtsmarkt-in-berlin-48121106.html

Herr Günther Heck

12.10.2017, 17:06 Uhr

Typisch Medien. Die berichten über diesen Fall seit bald einem Jahr.

Dabei gab es mehr Tote und Schwersverletzte, Geschädigte und Opfer als 100 Fälle von Amri.

Leider erheben diese Fälle nur wenig Aufhebens. In der Anzahl sieht es aber ganz anders aus.

Diesem Trugschluß ( Survivor Ship Bias) unterliegen selbst sog. Experten oder und auch Journalisten/Redakteure u.a.

So geht es zwischenzeitlich bei uns täglich immer mehr zu. Zwar regional beschränt, aber in der Summe aller eigentlich ein No Go.

Deswegen werden AfD u.a. zukünftig mehr erstarken als so manchen lieb sein dürfte.
Aber wenn die Politik und fast die ganze Nation im Dornröchenschlaf verbringt, dann ist es halt so.

Hier ein kleiner Auszug:

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Herr Günther Heck

12.10.2017, 17:09 Uhr

Unter Politikversagen wird nichts unter den Teppich gekehrt.

Die Platte am Dom war eigentlich ein wachrütteln. Aber weit gefehlt!

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