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05.01.2011

14:30 Uhr

Sondertagung

Verkehrsminister diskutieren Bahnchaos

Die schlimmsten Einschränkungen durch das Winterwetter im Bahnverkehr sind dank steigender Temperaturen erstmal vergessen. Die Probleme bei der Deutschen Bahn sind dennoch kommende Woche Thema einer Sondertagung der Verkehrsminister.

Wintereinbruch vor Weihnachten: "Erhebliche Qualitätsmangel" im Nah- und Fernverkehr dpa

Wintereinbruch vor Weihnachten: "Erhebliche Qualitätsmangel" im Nah- und Fernverkehr

HB POTSDAM. Über die "erheblichen Qualitätsmängel" im Nah- und Fernverkehr werde am Montag auf einer außerplanmäßigen Verkehrsministerkonferenz (VMK) in Berlin geredet, sagte der VMK- Vorsitzende und brandenburgische Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) in Potsdam. Eingeladen sei auch Bahnchef Rüdiger Grube. Mit Blick auf das S-Bahn-Chaos in Berlin und Brandenburg sagte Vogelsänger: "Die Situation hat eine Dramatik erreicht, die einfach nicht mehr hinnehmbar ist."

Vogelsänger will auch den Bundestag stärker bei der Suche nach Lösungen einbinden. Voraussichtlich noch im Januar werde er sich mit Abgeordneten des Verkehrsausschusses des Bundestags treffen, um über die Probleme bei der Bahn zu sprechen und sich möglichst auf "gemeinsame Aktionen" von Bund und Ländern zu verständigen. Zu den anhaltenden Problemen bei der S-Bahn war am Mittwochabend ein Treffen von Vogelsänger und Berlins Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) mit Vertretern des Verkehrsverbundes Berlin- Brandenburg (VBB) und den Verantwortlichen der S-Bahn Berlin GmbH geplant. In der Hauptstadtregion fahren die S-Bahnen seit Wochen im Notfahrplan, weil etliche Züge nicht winterfest sind und immer wieder ausfallen.

Eine Kündigung des bis 2017 laufenden Vertrags mit der Deutschen Bahn lehnte Vogelsänger wie schon Junge-Reyer ab. Sinnvoll sei aber, einen Teil des Netzes neu auszuschreiben.

Kommentare (1)

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Margrit Steer

05.01.2011, 19:53 Uhr

Privatisierung war und ist doch angesagt seit Jahren. Die bahn muß ja im Ausland rumspielen das ist viel wichtiger.
Und die Regierung zockt zudem noch zusätzlich bei der bahn ab.
Da bleibt natürlich kein Geld übrig um hier im Lande Wartung und Reparaturen ordentlich vorzunehmen. Hinzu kommt, dass jede Menge Personal eingespart wurde weil ja die Rendite im Fordergrund stand. Streckenwärter, die jetzt wichtig gewesen wären um Gleise zu prüfen, gibt es doch nicht mehr.
Ja, ja, Deutschland hat alles was mal gut war seit Rot-Grün abgeschafft.

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