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04.01.2007

23:32 Uhr

Sonntagsfrage

Wähler traut Union mehr zu

Trotz anhaltender Querelen in der Gesundheitspolitik und CSU-interner Diadochenkämpfe haben CDU und CSU ihren Vorsprung in der Wählergunst im Dezember weiter ausgebaut. Nach dem am Donnerstag in Köln veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend von Infratest dimap kämen CDU und CSU auf 36 Prozent, wenn am Sonntag Wahlen wären.

HB KÖLN. Während die Union damit einen Punkt zulegt, verliert die SPD im selben Ausmaß und liegt nur noch bei 30 Prozent. Laut Umfrage gewinnt auch die FDP einen Punkt hinzu und kommt nun auf elf Prozent. Die Grünen und die Linkspartei bleiben mit elf beziehungsweise acht Prozent gegenüber Anfang Dezember unverändert.

Das Stimmungshoch von CDU/CSU geht nach Einschätzung der Meinungsforscher mit wieder deutlich gewachsenem Zutrauen in die wirtschaftspolitische Kompetenz der Union einher. Hier führen die Unionsparteien klar mit 48 Prozent vor der SPD, der nur 15 Prozent eine Konjunkturaufhellung zutrauen. Die Sozialdemokraten führen dagegen mit 40 zu 20 weiter auf dem Kompetenzfeld soziale Gerechtigkeit.

Die Liste der beliebtesten Politiker führt im Januar mit großem Abstand Bundespräsident Horst Köhler an. 82 Prozent der Bundesbürger sind mit seiner Arbeit zufrieden. Dies ist der höchste Wert, der je für ihn im ARD-Deutschlandtrend gemessen wurde. Unter den Parteipolitikern stehen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vor Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) auf den ersten drei Plätzen.

Stoiber musste Verluste hinnehmen

Der in die Pauli-Affäre verstrickte bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) musste im Vergleich zum Vormonat Verluste hinnehmen. Nur 19 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden. Dies ist der schlechteste Wert für Stoiber seit Februar 2006. Nur 29 Prozent der Bundesbürger sind der Ansicht, dass die CSU die besseren Wahlchancen bei den Landtagswahlen in Bayern 2008 hat, wenn sie mit dem derzeitigen CSU-Vorsitzenden als Spitzenkandidaten antritt.

Die Mitgliedschaft Deutschlands in der EU wird von den Bundesbürgern positiv, der Euro hingegen negativ bewertet. 48 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Deutschland von seiner Mitgliedschaft in der Europäischen Union eher Vorteile gehabt hat.

Demgegenüber glauben 62 Prozent der Bundesbürger, dass ihnen der Euro eher Nachteile bringt. Vor dem Hintergrund der deutschen EU-Ratspräsidentschaft finden es 77 Prozent der 1 024 Befragten (Sonntagsfrage: 1 524) wichtig dafür zu sorgen, dass Europa in außenpolitischen Fragen mit einer Stimme spricht. Ansonsten rechnen rund 70 Prozent der Bundesbürger mit einem anhaltenden Aufschwung im neuen Jahr. Allerdings glauben nur 23 Prozent, dass sie persönlich davon profitieren werden. Immerhin erwartet eine Mehrheit von 56 Prozent, dass im Jahr 2007 die Arbeitslosigkeit weiter sinken wird.

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