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11.11.2014

01:01 Uhr

Sorge vor Gewalt

Hannover verbietet Hooligan-Demo

Vor etwa zwei Wochen haben Hooligans in Köln massenhaft randaliert. Deshalb verbietet die Polizei in Hannover nun eine für Samstag angemeldete Anti-Islamismus-Demonstration. Eine Chance hat der Veranstalter aber noch.

Neonazis und Mitglieder der deutschen Hooligan-Szene bei den Krawallen in Köln am 26. Oktober. Reuters

Neonazis und Mitglieder der deutschen Hooligan-Szene bei den Krawallen in Köln am 26. Oktober.

BerlinDie Polizeidirektion Hannover hat die für diesen Samstag angemeldete Demonstration "Europa gegen den Terror des Islamismus" verboten. An den Anmelder der Veranstaltung sei eine Verbotsverfügung gesandt worden, erklärte die Polizei am Montagabend.

Trotz der Stellungnahme des Rechtsanwalts des Anmelders, dass die geplante Demonstration friedfertig sei, sei die Polizei in Hannover zu der Überzeugung gelangt, dass bei der Versammlung "die gewalttätige Auseinandersetzung gesucht werden soll", hieß es zur Begründung.

Der Anmelder der Veranstaltung kann gerichtlich gegen das Verbot vorgehen. Am Freitag hatte die Polizeidirektion bereits erklärt, ein Verbot zu prüfen.

Es sei davon auszugehen, dass hinter der Anmeldung die Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) stehe, hieß es. Bei einer Demonstration der Gruppierung vor rund zwei Wochen in Köln hatte es schwere Krawalle gegeben, bei denen dutzende Polizisten verletzt worden waren.

Anti-Salafisten-Demo in Köln

4.500 Teilnehmer: Hooligan-Demo eskaliert

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Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) begrüßte das Verbot. Er unterstütze jeden Schritt, der juristisch möglich und geeignet sei, eine Veranstaltung wie in Köln zu verhindern, sagte er dem Sender NDR Info.

Dort hätten tausende Hooligans und Rechtsextremisten das Recht auf Versammlungsfreiheit für ihre Gewalttätigkeiten missbraucht. Daher müsse in Niedersachsen alles daran gesetzt werden, solche Vorfälle in Hannover zu verhindern, sagte Pistorius. Zuvor hatte er bereits die Einrichtung einer bundesweiten Task Force zur Bekämpfung der HoGesa gefordert.

Eine Woche nach den Hooligan-Krawallen in Köln haben die Ermittler bislang 72 Strafverfahren eingeleitet. Ermittelt werde wegen schweren Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung, so ein Staatsanwaltschafts-Sprecher.

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