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23.10.2014

12:00 Uhr

Sozialhilfen

Ausgaben steigen um mehr als vier Prozent

25 Milliarden Euro: Diese Summe hat der Staat im vergangenen Jahr an Sozialhilfen gezahlt – dem Statistischen Bundesamt zufolge 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Hälfte der Ausgaben entfiel auf behinderte Menschen.

Alte Menschen: Immer öfter ist Hilfe vom Staat gefragt. dpa

Alte Menschen: Immer öfter ist Hilfe vom Staat gefragt.

WiesbadenDer Staat hat im vergangenen Jahr für Sozialhilfe 4,3 Prozent mehr Geld ausgegeben als im Jahr davor. Insgesamt wurden 25 Milliarden Euro gezahlt, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Im Durchschnitt waren das 311 Euro netto pro Einwohner.

56 Prozent der Gesamtausgaben entfielen 2013 auf Eingliederungshilfen für Behinderte. 21 Prozent wurden für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung aufgewendet, 13 Prozent für Hilfe zur Pflege, zehn Prozent für sonstige Ausgaben, etwa Hilfen zur Gesundheit.

Die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben hatten die Stadtstaaten Hamburg (494 Euro), Bremen (488 Euro) und Berlin (478 Euro). Von den westdeutschen Flächenländern gab Nordrhein-Westfalen je Einwohner am meisten für Sozialhilfe aus (369 Euro), Baden-Württemberg am wenigsten (230 Euro). In den ostdeutschen Flächenländern waren die Pro-Kopf-Ausgaben in Mecklenburg-Vorpommern am höchsten (269 Euro) und in Sachsen am niedrigsten (159 Euro).

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Arme Rentner werden noch teurer: Das Bundesarbeitsministerium rechnet bis 2018 mit steigenden Ausgaben für die Grundsicherung von Rentnern in Milliardenhöhe. Grund dafür sei vor allem die wachsende Zahl der Älteren.

Einen großen Unterschied gibt es weiterhin zwischen Ost und West: Im früheren Bundesgebiet ohne Berlin lagen die Sozialhilfeausgaben mit 321 Euro deutlich über denen in den neuen Ländern einschließlich Berlin mit 268 Euro.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Herr Fred Meisenkaiser

23.10.2014, 12:17 Uhr

Sehen sie sich die Vermögensverteilung an: Immer weniger besitzen immer mehr. Und immer mehr Bürger haben gar nichts.

Wenn einige wenige alles haben, ist das Spiel beendet - wie beim Monopoly.

Und dann ist das System am Ende!

Herr Ylander Ylander

23.10.2014, 12:21 Uhr

Ist denn die Anzahl der Sozialhilfeempfänger gestiegen?

Wie auch immer, man bedenke, dass Sozialhilfe im Vergleich zu den Bezahlungen im öffentlichen Dienst, insbesondere der Beamten, und der Bezahlung der Polit-Posten, den Steuerzahler ausgesprochen günstig kommt.

Herr Peter Weber

23.10.2014, 12:55 Uhr

Vor allem die Zahlen aus Hamburg und Bremen erscheinen mir sehr hoch! Durchschnittlich knappe 500 Euro pro Kopf! Kann es sein, dass dort "griechische" Verhältnisse herrschen und das Kontrollsystem völlig versagt? Wäre nicht das erste Mal in der Geschichte Europas. Sparanreize gibt es für die Nordlichter ohnehin nicht, da vieles über den Länderfinanzausgleich abgedeckt wird...

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