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03.09.2013

16:45 Uhr

Sozialpolitik

Hartz-IV Regelsatz soll 2014 um 2,3 Prozent steigen

Anfang 2015 soll der maximale Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger bei 391 Euro liegen. Damit steigt er um neun Euro oder 2,3 Prozent. Beschlossen haben Bundestag und Bundesrat die Anhebung aber noch nicht.

Gesetzlich geregelt: Die Höhe des Hartz-IV-Satzes errechnet sich nach einem festgelegten Mischindex aus Preisen und Löhnen und wird jährlich angepasst. dpa

Gesetzlich geregelt: Die Höhe des Hartz-IV-Satzes errechnet sich nach einem festgelegten Mischindex aus Preisen und Löhnen und wird jährlich angepasst.

BerlinDer maximale Regelsatz für Hartz IV-Empfänger soll Anfang 2014 um neun Euro auf 391 Euro steigen. Das geht aus einer Vorlage des Bundesarbeitsministerium für das Bundeskabinett am Mittwoch hervor, die Reuters vorliegt. Die Zahl errechnet sich nach einem festgelegten Mischindex aus Preisen und Löhnen und wird jährlich angepasst.

Beschlossen werden muss die Anhebung aber vom neuen Bundestag und Bundesrat nach der Bundestagswahl am 22. September. Die Anhebung auf 391 Euro in der Stufe für Alleinstehende oder Alleinerziehende mit eigenem Haushalt entspricht einer Steigerung um 2,27 Prozent, heißt es im Entwurf der Verordnung des Arbeitsministeriums.

Um diesen Prozentsatz werden demnach auch die fünf anderen Hartz-IV-Regelstufen angehoben, in denen die eigentlichen Beträge etwa für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersgruppen niedriger ausfallen.

Bis 2010 wurden die Hartz-IV-Sätze im Gleichschritt mit den Renten angepasst – jeweils zum 1. Juli entsprechend der Nettolohnentwicklung des Vorjahres. Seit der vom höchsten deutschen Gericht erzwungenen Reform gibt es für den sogenannten Regelbedarf im Hartz-IV-System einen neuen Anpassungsmechanismus.

Er regelt, dass die Geld-Leistungen entsprechend der Entwicklung von Löhnen und Preisen fortgeschrieben werden. In diesen Mischindex geht die Preisentwicklung zu 70 Prozent und die Lohnentwicklung zu 30 Prozent ein. Die Anpassung nach diesem gesetzlich festgeschrieben Mechanismus erfolgt immer zu Jahresbeginn.

Kommentare (11)

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Wutrentner

03.09.2013, 17:04 Uhr

Vielen lieben Dank Frau Merkel,
ich habe 49 Lebensarbeitsjahre hinter mir und bekomme stolze 0,25% Rentenerhöhung.
Auf diese illustre Summe darf ich dann noch KK- und PV-Beiträge zahlen. Auf das Ganze kommen noch anteilig Einkommensteuer und Soli.
Der übrig bleibende mikroskopische Betrag lohnt nicht, einen geänderten Rentenbescheid zu versenden.
Wieviel bekommen unsere Pensionäre, sind das nicht 3,25%.
Sie haben sicher vollstes Verständnis, wenn ich alternativlos eine Alternative wähle.

Account gelöscht!

03.09.2013, 17:37 Uhr

Ihr Pech, Sie leben im Westen. Im Osten beträgt die Rentenanhebung über 2%, trotz signifikant niedrigerer Lebenshaltungskosten. Das ist juristisch so in der Rentenformel drin. Da können Sie gar nichts machen. Ihr von Ihnen gewählter Abgeordneter könnte was machen, aber der versteht dummerweise die Rentenformel nicht.

Falschwaehler

03.09.2013, 18:49 Uhr

Selber schuld. Fakt ist, die Durchschnittsrentenfrau in den alten Bundesländern bekommt 473 Euro,in den neuen Bundesländern 676 Euro HB Stand 2011. Mit und ohne Rentenformel, ist doch klar, dass man im Osten kräftiger erhöhen muss. Meine Empfehlung: Umziehen!
P.S.: Der Hartz4-Empfänger bekam 627 Euro zuzüglich Krankenkasse (HB 2011) und bekommt damit mehr als jede Durchschnittsrentenfrau, egal ob Ost oder West.

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