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19.02.2015

11:39 Uhr

Sozialverband

Armut in Deutschland noch nie so hoch

Laut dem Paritätischem Wohlfahrtsverband hat es in Deutschland seit der Wende noch nie so viele Arme gegeben wie heute. Auch der Abstand zwischen Arm und Reich nehme immer mehr zu.

Innerhalb eines Jahres sei die Armut von 15 auf zuletzt 15,5 Prozent im Jahr 2013 angestiegen. dpa

Immer mehr Arme

Innerhalb eines Jahres sei die Armut von 15 auf zuletzt 15,5 Prozent im Jahr 2013 angestiegen.

BerlinIn Deutschland hat es laut Paritätischem Wohlfahrtsverband seit der Wiedervereinigung noch nie so viele Arme gegeben wie heute. Dabei nehme der Abstand zwischen Arm und Reich hinsichtlich der Regionen und der Einkommensgruppen immer weiter zu, sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider am Donnerstag in Berlin. „Die Kluft zwischen armen und reichen Ländern wird zusehends immer tiefer.“ Innerhalb eines Jahres sei die Armut von 15 auf zuletzt 15,5 Prozent im Jahr 2013 angestiegen. 12,5 Millionen Menschen seien arm. Als arm sieht der Verband Menschen in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens an.

Einkommensarmut in Deutschland

Erläuterung

Relative Einkommensarmutsquote nationaler Schwellenwert: Anteil der Personen mit einem Einkommen von weniger als 60 Prozent des deutschen Medianeinkommens.

Baden Württemberg

Relative Einkommensarmut: 11,3 Prozent

Bayern

Relative Einkommensarmut: 11,4 Prozent

Hessen

Relative Einkommensarmut: 13,4 Prozent

Schleswig-Holstein

Relative Einkommensarmut: 13,9 Prozent

Rheinland-Pfalz

Relative Einkommensarmut: 14,7 Prozent

Hamburg

Relative Einkommensarmut: 14,9 Prozent

Saarland

Relative Einkommensarmut: 15,8 Prozent

Niedersachsen

Relative Einkommensarmut: 16,0 Prozent

Nordrhein-Westfalen

Relative Einkommensarmut: 16,6 Prozent

Thüringen

Relative Einkommensarmut: 17,1 Prozent

Brandenburg

Relative Einkommensarmut: 18;4 Prozent

Sachsen

Relative Einkommensarmut: 19,2 Prozent

Sachsen-Anhalt

Relative Einkommensarmut: 20,9 Prozent

Berlin

Relative Einkommensarmut: 21,2 Prozent

Mecklenburg-Vorpommern

Relative Einkommensarmut: 22,9 Prozent

Bremen

Relative Einkommensarmut: 23,0 Prozent

Deutschland

Relative Einkommensarmut: 15,3 Prozent

Westdeutschland

Relative Einkommensarmut: 14,1 Prozent

Ostdeutschland

Relative Einkommensarmut: 19,9 Prozent

„Noch nie war die Armut so hoch und noch nie war die regionale Zerrissenheit so tief wie heute“, sagte Schneider. Er beziehe sich dabei auf die vergangenen gut 20 Jahre, erläuterte er. Der Bundesregierung warf Schneider vor, die Lage zu beschönigen. Tatsächlich sei die Armut lediglich in Sachsen-Anhalt und in Brandenburg leicht zurückgegangen. „Klarer Verlierer im Jahr 2013 ist überraschend Hamburg“, sagte er. „Insgesamt zeigt das Länderranking eine zerklüftete Republik.“ Nötig seien unter anderem eine deutliche Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze und ein massiver Ausbau öffentlicher Beschäftigung.

Von

dpa

Kommentare (15)

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Herr Bernd Mayer

19.02.2015, 12:01 Uhr

Asylanten geht es in der BRD entschieden besser, als dem deutschen Hartz IV Bezieher und dies hat sich bis in den tiefsten Busch Afrikas herumgesprochen!!! Das ist FAKT. Und nein, ich bin nicht rechts und habe auch nichts gegen Zuwanderer. Aber ich habe etwas gegen die ständige Schönfärberei, die Seitens der Politik und den Medien betrieben wird, um die Bürger ruhig zu stellen... Ein Asylant kostet dem Steuerzahler - je nach Bundesland - zwischen 3.600 € und 4.500 € pro Monat! Deutschland wird von den etablierten Parteien nur noch als Industriestandort behandelt, es ist kein Gedanke einer Volksgemeinschaft mehr vorhanden.

Account gelöscht!

19.02.2015, 12:01 Uhr

Jammert nicht, sondern zeigt CDUSPDGrüne die roten Karte. Solange diese Parteien die ganze Welt durchfüttern wollen, fehlt es halt im eigenen Land.

Nichts gegen Solidarität mit anderen Ländern, aber wenn die Solidarität mit den eigenen Bürgern vollends auf der Strecke bleibt, dann stimmt etwas gewaltig nicht mehr im System.

Merkel, Schäuble, Gabriel & Co sind nichts anderes als üble Landesverräter!

Also aufwachen, AfD wählen!

Account gelöscht!

19.02.2015, 12:31 Uhr

Sie stammen vor allem aus Rumänien, Polen und Bulgarien: Allein im ersten Halbjahr 2014 zogen 667.000 Menschen nach Deutschland - das bedeutet eine Steigerung um 20 Prozent

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