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17.03.2004

15:33 Uhr

Spannungen in der Union

CSU sichert Horst Köhler Stimmen zu

Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass es in Union eine angespannte Stimmung herrscht. Angeblich haben einige Bundesversammlungs-Delegierte de CSU beschlossen, im ersten Wahlgang gegen Horst Köhler zu stimmen. Angela Merkel soll so ein Denkzettel verpasst werden. Nun bemüht man sich um Glättung der Wogen.

HB BERLIN/MÜNCHEN. Trotz der Verärgerung über die CDU will die CSU-Führung eine geschlossene Wahl des Oppositionskandidaten Horst Köhler zum Bundespräsidenten sicherstellen. Führende Politiker der CSU versicherten am Mittwoch, dass auf die Christsozialen in der Bundesversammlung „Verlass sein wird“.

CSU-Generalsekretär Markus Söder sagte mit Blick auf einen anders lautenden Bericht der „Bild“- Zeitung: „Wir stehen voll hinter Horst Köhler.“ Die CSU werde am 23. Mai auch im ersten Wahlgang alle Stimmen für Horst Köhler abgeben. Der Geschäftsführer der CSU- Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, sagte: „Wir sind geschlossen.“ Dennoch zeigte sich, dass das Verhältnis zwischen CDU und CSU gespannt bleibt.

Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, dass Köhler in der Bundesversammlung wegen des Verhaltens einiger CSU-Wahlmänner möglicherweise eine Zitterpartie bevorstehe. Ohne Angabe konkreter Namen berichtete das Blatt, mehrere CSU-Wahlmänner drohten, Köhler im ersten Wahlgang ihre Stimme zu verweigern, um CDU-Chefin Angela Merkel einen Denkzettel zu verpassen. Hintergrund sei die Verärgerung in der CSU über Köhlers offenen Einsatz für Merkel als Kanzlerkandidatin. Ein führender CSU-Politiker wurde mit den Worten zitiert: „Einigen bei uns wird die Parteivorsitzende der CDU zu mächtig - da gibt es Warnschüsse.“

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