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04.01.2007

08:39 Uhr

Sparkassen-Gruppe in der Kritik

Landesbank Berlin sorgt für Streit

VonFrank Matthias Drost

Der Bieterwettbewerb für die börsennotierte Landesbank Berlin Holding AG geht in die heiße Phase, denn das Land muss ich bis Ende 2007 von seinen Anteilen getrennt haben.

BERLIN. „Der Verkaufsprozess startet in der zweiten Januarhälfte“, sagte ein Sprecher von Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) dem Handelsblatt. Dabei würden zwei Verfahren – sowohl ein Bieterverfahren als auch ein Verkauf der Anteile über die Börse – gleichwertig geprüft, so der Sprecher. Das Land Berlin hält 81 Prozent der Anteile. Die Börse bewertet das Unternehmen derzeit mit mehr als acht Mrd. Euro, was allerdings mit Blick auf den geringen Streubesitz allenfalls ein grober Richtwert sein kann.

Im Fokus der Kaufinteressenten steht die zur LBB gehörende Berliner Sparkasse. Auf Grund genehmigter Sanierungsbeihilfen setzte die EU-Kommission einen „diskriminierungsfreien Verkauf“ durch. Erstmals hat ein privater Investor damit die Chance, eine Sparkasse samt Bezeichnungsrechte zu erwerben.

Mit harten Bandagen wird bereits im Vorfeld dieses Bieterwettbewerbs gekämpft. So kritisiert der Bundesverband deutscher Banken (BdB) die geplante Beteiligungsgesellschaft, mit der die Sparkassen-Finanzgruppe in den Bieterwettbewerb um die LBB einsteigen will. „Die Vorstände der Sparkassen, deren Verwaltungsräte und die kommunalen Träger wie auch die Aufsichtsinstitutionen müssen sich schon fragen, inwieweit ein Engagement jeder einzelnen deutschen Sparkasse in Berlin über die geplante Beteiligungsgesellschaft mit dem Regionalprinzip vereinbar ist“, sagte BdB-Hauptgeschäftsführer Manfred Weber dem Handelsblatt. Das Regionalprinzip besagt, dass eine Sparkasse nur auf dem Gebiet ihrer Träger tätig sein darf.

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