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12.03.2013

17:02 Uhr

SPD-Bundestagsfraktion

Schröder verteidigt sein Nein zum Irak-Krieg

Wäre es im Jahr 2003 nach der damaligen Oppositionsführerin Angela Merkel gegangen, wären möglicherweise heute noch deutsche Soldaten im Irak, erklärte Altkanzler Gerhard Schröder in der SPD-Bundestagsfraktion.

Alt-Kanzler Gerhard Schröder nach der SPD-Fraktionssitzung. dpa

Alt-Kanzler Gerhard Schröder nach der SPD-Fraktionssitzung.

BerlinDer frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat bei seinem ersten Besuch in der SPD-Bundestagsfraktion seit über sieben Jahren das Nein zum Irak-Krieg im Jahr 2003 verteidigt. "Wenn es nach der damaligen Oppositionsführerin gegangen wäre, hätten deutsche Soldaten am Krieg teilgenommen und wären womöglich immer noch da", sagte Schröder am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern der Sitzung. Oppositionsführerin war damals CDU-Chefin Angela Merkel.

Die Irak-Entscheidung sei nicht einfach gewesen. Die rot-grüne Regierung damals sei aber sicher gewesen, dass es im Irak keine Massenvernichtungswaffen gebe. "Aber wenn, hätte ich gehen müssen", sagte der Altkanzler den Angaben zufolge.

Schröder warb demnach für die Türkei als Vollmitglied in der Europäischen Union (EU) sowie Russland als wichtigen Partner. Russland "nicht nur wegen des Erdgases, dass ja zuweilen Gerdgas genannt wird, wie ich hörte", wurde Schröder zitiert. Russland sei auch als Markt für die deutsche Industrie wichtig, weil die Führung noch nach Europa orientiert sei und nicht nach Asien.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Radiputz

12.03.2013, 18:40 Uhr

Zunächst, die Entscheidung Schröders am Irak-Krieg nicht teizunehmen, war richtig.
Wäre Merkel damals Regierung gewesen und nicht Opposition, hätte sie mit eiiger Wahrscheinlichkeit ebenso gehandelt, siehe Lybien.
In Sachen Türkei liegt Schröder völlig daneben.
Die Türkei unter dem "gemäßigten" Islamisten Erdogan würde versuchen Europa zu dominieren und in seinem Interesse zu steuern.
Was Russland angeht, hat Schröder Recht, wenn er sagt, ein gutes Deutsch-Russische Verhältnis ist nicht nur im Interesse dieser beiden Staaten, sondern im Interesse Gesamteuropas und darüber hinaus im Interesse Eurasiens.

Fazit, Schröder ist nicht blöd aber auch nicht wirklich "klug", sondern ein "Gemischtwarenladen" mit sehr unterschiedlichen "Qualitätstandarts"

Nachwuchs

12.03.2013, 18:58 Uhr

Der Irak war die Ausnahme, ansonsten marschieren wir überall ein. Warum wurde wohl die BW extra in eine Besatzzngsarmee umgebaut. Das sie nicht siegen kann mangels können und wollen, ist überall zu sehen. Aber im "Rauschgifthandel"? in Afghanistan sind wir groß. Seitdem die BW da ist, ist der handel und Anbau explodiert! Das ist Friedenswillen. Oder im Mittelmeer bzw. Somaliasküste. Warum versenken wir keine Schiffe? Warum hat die mMarine keine Waffen bzw. Hubschrauber?

Vicario

12.03.2013, 19:00 Uhr

Zitat : "Wenn es nach der damaligen Oppositionsführerin gegangen wäre, hätten deutsche Soldaten am Krieg teilgenommen und wären womöglich immer noch da", sagte Schröder

Eines muß man dem Gas-Gerd aber bescheinigen : er ist "manchmal" sogar fähig, aus eigenen Fehlern zu lernen !

Afghanistan, wo wir auch heute noch sind ( nach 10 Jahren ), wo wir jährlich 500 Mio. € deutscher Steuergelder verprassen, wo zig Bundesbürger ihr Leben gelassen haben, verkrüppelt heimgekehrt sind, war diesem Agenda - Erfinder doch eine Lehre ?

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