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02.12.2016

14:02 Uhr

SPD-Chef und Linken-Fraktionschefin

Gabriel trifft Wagenknecht in SPD-Zentrale

Zu einem „ganz normales Gespräch“ sind SPD-Chef Gabriel und Linken-Fraktionschefin Wagenknecht in der SPD-Zentrale zusammengekommen. Spekulationen über ein rot-rot-grünes Bündnis dürften damit befeuert werden.

Der SPD-Chef hat sich mit Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht in der Parteizentrale der Demokraten getroffen. dpa

Sigmar Gabriel

Der SPD-Chef hat sich mit Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht in der Parteizentrale der Demokraten getroffen.

BerlinSPD-Chef Sigmar Gabriel hat Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht am Donnerstag zu einem Gespräch in der Parteizentrale der Sozialdemokraten empfangen. Dies bestätigte ein Fraktionssprecher der Linken am Freitag in Berlin. Es habe sich um ein „ganz normales Gespräch“ gehandelt. In beiden Parteien gibt es Spekulationen über ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl, Wagenknecht gilt dabei allerdings als Skeptikerin gegenüber einer solchen Koalition.

Über die Begegnung der beiden Spitzenpolitiker im Willy-Brandt-Haus hatte zunächst die „Süddeutsche Zeitung“ vom Freitag berichtet. Mitte Oktober hatten sich Vertreter von SPD, Grünen und Linken zu einem Gespräch getroffen, an dem überraschend auch Gabriel teilgenommen hatte.

Grüne und Linke

GESCHICHTE

Der westdeutsche Zweig der Linken, die Wahlalternative WASG, wurde 2005 auch aus Protest gegen die SPD gegründet - unter anderem von ehemaligen SPD-Mitgliedern, die mit der unter dem damaligen SPD-Kanzler Gerhard Schröder beschlossene Agenda 2010 nicht einverstanden waren. Prominentester Vertreter: der ehemalige SPD-Chef Oskar Lafontaine, der dann das WASG-Bündnis mit der PDS schmiedete.

RHETORIK

Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht sieht die SPD als Teil eines „neoliberalen Parteienkartells“. Dieses mache eine Politik, „die dem Raubtierkapitalismus freie Bahn geschaffen hat, die den Sozialstaat zerstört hat“. Folgerichtig sieht es zumindest die prominente Frontfrau der Linken als Aufgabe ihrer Partei an, eine klare Oppositionspolitik in Politik und Gesellschaft zu machen.

Inhaltliche Differenzen gibt es zwischen SPD und Grünen einerseits und den Linken andererseits vor allem in der Außenpolitik. Während Rot-Rot-Grün im jetzigen Bundestag eine Mehrheit hätte, würde sie diese Umfragen zufolge verfehlen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre.

Von

afp

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