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09.08.2013

15:52 Uhr

SPD-Frontmann

Grünen-Politiker spricht Steinbrück Kanzler-Eignung ab

Steinbrück steht sich wieder mal selbst im Weg. Seine abfällige Äußerung zu Merkels DDR-Vergangenheit wird ihm nun auch bei den Grünen übel genommen. Seine Wahlchancen dürfte das nicht wirklich verbessern.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück: Auch bei den Grünen kommen seinen verbalen Entgleisungen nicht gut an. dpa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück: Auch bei den Grünen kommen seinen verbalen Entgleisungen nicht gut an.

BerlinSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück stößt mit seiner Aussage zum Zusammenhang zwischen der Ost-Vergangenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrer Europa-Politik nun auch beim potenziellen Koalitionspartner auf harsche Kritik. „Jemand, der sich mehrfach so unqualifiziert über das Leben in Ostdeutschland geäußert hat, ist nicht geeignet als Bundeskanzler. Peer Steinbrück sollte nicht das vereinte Deutschland regieren“, wird der Grünen-Europaabgeordnete und ehemalige DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz in einem Beitrag des ZDF-„Morgenmagazins“ zitiert.

Steinbrück hatte am Sonntag auf einer Veranstaltung in Berlin kritisiert, Merkel fehle es an Leidenschaft für Europa. Er führte dies auch darauf zurück, dass die Kanzlerin in der DDR aufgewachsen sei und die europäische Einigung für sie daher nicht von Anfang an eine so bedeutende Rolle gespielt habe.

Der SPD-Politiker hatte bereits am Sonntag hinzugefügt, dass dies nicht als Vorwurf missverstanden werden dürfe; Merkel habe es sich ja nicht aussuchen können, wo sie aufwuchs. Politiker der Union und der Linken hatten Steinbrück daraufhin Diffamierung der Kanzlerin und der Ostdeutschen vorgeworfen.

Am Dienstagabend unterstrich er dann in der ARD nochmals, er habe mit seinen Worten „keineswegs 17 Millionen anderen Menschen, die in der alten DDR aufgewachsen sind, irgendwo was am Zeug flicken wollen“. Er habe „niemandem zu nahe treten“ und auch Merkel nicht kritisieren wollen.

Kommentare (24)

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GelegentlichMitMeinung

09.08.2013, 16:12 Uhr

Weder kann Steinbrück Kanzler noch wird Steinbrück Kanzler. Da mache ich mir keine Sorgen. Selbstgefälligkeit und Überheblichkeit stehen ihm genauso im Wege wie ein unglaublich ungeschicktes Rumpoltern mit allem was er von sich gibt. Er hat quasi den Mund noch nicht aufgemacht, da ist es schon zu spät. Ein solch extremes Maß an Untauglichkeit für das Amt des Kanzlers ist immer wieder erschreckend, aber eben auch stets belustigend. Er ohrfeigt sich mit seinen Ergüssen jedes mal selbst und merkt es nicht. Seine Art von Persönlichkeit mag für alles Mögliche taugen, aber eben garantiert nicht für höchste politische Ämter oder Managementposten.

eksom

09.08.2013, 16:37 Uhr

Am 23. September 2013 erwarte ab 18:00 Uhr den kompletten Rücktritt der Vorstandes der Bundes-SPD! Vor allem der SPD-"Leute", die Steinbrück zum Kanzlerkandidaten ernannt haben, oder ernennen ließen, ohne die Basis darüber vorher abstimmen zu lassen.

Thomas

09.08.2013, 16:38 Uhr

Wer jetzt noch SPD wählt, dem ist nicht mehr zu helfen. (Wirklich nicht .....)

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