Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.01.2012

11:26 Uhr

SPD-Generalsekretärin

Nahles vergleicht Wulff mit Pinocchio

SPD-Generalsekretärin Nahles hat Bundespräsident Wulff indirekt der Lüge bezichtigt. Nach neuen Berichten über Wulffs Beziehungen zu dem niedersächsischen Unternehmer Egon Geerkens bezeichnete sie ihn als „Pinocchio“.

Bundespräsident Christian Wulff. dpa

Bundespräsident Christian Wulff.

BerlinSPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat Bundespräsident Christian Wulff indirekt der Lüge bezichtigt. Mit Blick auf neue Berichte über Wulffs Beziehungen zu dem niedersächsischen Unternehmer Egon Geerkens sagte Nahles am Dienstag im Sender N24: „Wir haben jetzt doch einen Pinocchio offensichtlich im Bundespräsidialamt.“ Sie halte Wulffs Verhalten für „peinlich“. Sie habe den Eindruck, dass der Bundespräsident angesichts der scharfen Kritik an ihm „wohl offensichtlich Wachs in den Ohren hat“. Zu befürchten sei, „dass das kein Ende nimmt, dass es immer weiter geht“.

„Tagesschau.de“ hatte zuvor berichtet, Geerkens sei Mandant und Vermieter einer Rechtsanwaltskanzlei gewesen, für die Wulff über Jahre hinweg tätig gewesen sei. Wulff steht seit Wochen in der Kritik, weil er dem Landtag auf die Frage nach einer Geschäftsverbindung mit Geerkens verschwiegen hatte, dass er als Ministerpräsident in Niedersachsen von Geerkens Ehefrau einen Kredit von 500.000 Euro für den Kauf seines Hauses erhalten hatte. Auch die Verbindungen über die Kanzlei hatte er nicht erwähnt.

Von

afp

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

tsabo

31.01.2012, 11:58 Uhr

Dass ausgerechnet die Frau Nahles - die Todengräberin der SPD zusammenn mit Garbiel solche Worte findet...Sagt alles über den Zustand der SPD aus.. eine Generalsekretärin die 3 Parteivorsitzden aus dem Amt gemobt hat - und die zusammen mit Gabriel - Kurt Beck wie einen Hund durch die Hintertür davon gejagt haben - haben jeglichen Anspruch auf Moral ( wessen Moral auch immer ) verloren..
Aber so waren die Linken in der SPD schon immer- nicht wissen, nichts können, nichts tun..

Torsten_Steinberg

31.01.2012, 12:03 Uhr

Das geht auch immer so weiter, Frau Nahles, solange Sie und andere kleinstkalibrige Konsorten bei jeder noch so lächerlichen Anschuldigung gegen den Bundespräsidenten anfangen zu lamentieren: "Ohwej, ohwej! Ich fürchte das geht immer so weiter!" Wenn Sie das wirklich befürchten, dann sollten Sie das Rückgrat haben, gegen lächerliche Anschuldigungen, auch wenn diese nicht Sie, sondern "nur" den Bundespräsidenten treffen, aufzustehen oder wenigstens mal die Klappe zu halten.

Damit wir uns nicht missverstehen: Es gibt schwerwiegende Vorwürfe gegen den Bundespräsidenten, die ihm ausreichend Anlass hätten sein können, zurückzutreten. Manch ein anderer hätte das auch getan. Herr Wulff hat es aber nicht getan, ob man das nun bedauert oder nicht. Aber wegen dieser Folgenlosigkeit nun zu versuchen, immer weiter mit wirklich albernen Vorwürfen nachzutreten oder den Ball dankbar aufzunehmen, der durch diese billigen Versuche einem zugespielt wird, das bedeutet in gleichem Maße das Bundespräsidentenamt der Lächerlichkeit auszusetzen, wie die Weigerung Wullfs es tut zurückzutreten, als es noch rechtzeitig dafür war. Der Zeitpunkt ist verpasst!

Frau Nahles & Co.! Sie werden feststellen, dass auch Sie mit diesem beschädigten Bundespräsidenten, dessen Amtszeit auch ohne Ihr Zutun ein natürliches Ende finden wird, sehr viel leichter werden leben können, wenn Sie zum Beispiel seinen Auftritt zur 70jährigen Wiederkehr der Wannseekonferenz genauso beflissentlich kommentieren würden wie seine Verfehlungen.

ortho

31.01.2012, 12:10 Uhr

...und "tsabo" hat nie einen deutschen Rechtscheibkurs besucht. Nicht einmal Orthographie, einfach einen Deutsch-Sonderschulkurs. Dort schreiben sie nämlich auch "gemob(b)t"...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×