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23.07.2017

10:58 Uhr

SPD-Kanzlerkandidat contra Merkel

Schulz will Flüchtlingskrise zum Wahlkampfthema machen

„Wer auf Zeit spielt, verhält sich zynisch“: Martin Schulz warnt vor einer neuen unkontrollierten Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland. Der SPD-Kanzlerkandidat sucht eine europäische Lösung.

Italien

Schulz fordert mehr Unterstützung in der Flüchtlings-Krise

Italien: Schulz fordert mehr Unterstützung in der Flüchtlings-Krise

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BerlinSPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat vor einer Wiederholung der Flüchtlingskrise gewarnt. 2015 seien über eine Million Flüchtlinge weitgehend unkontrolliert nach Deutschland gekommen, sagte Schulz der „Bild am Sonntag“. Damals habe Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Grenzen nach Österreich geöffnet – „aus gut gemeinten humanitären Gründen, aber leider ohne Absprache mit unseren Partnern in Europa. Wenn wir jetzt nicht handeln, droht sich die Situation zu wiederholen.“ Die Lage sei „hochbrisant“.

Dem Bericht nach will Schulz die Flüchtlingssituation zum Wahlkampfthema machen: „Wer auf Zeit spielt und versucht, das Thema bis zur Bundestagswahl zu ignorieren, verhält sich zynisch.“

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Nicht finanzierbare Versprechen schaden der Glaubwürdigkeit von Kanzlerkandidat Martin Schulz. Für die SPD ist das Ziel, die Bundestagswahl zu gewinnen, in weite Ferne gerückt. Ein Leitartikel.

Schulz will am kommenden Donnerstag mit Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni über das Problem sprechen. Er forderte, gegen finanzielle Unterstützung seitens der EU-Kommission sollten andere EU-Staaten Italien Flüchtlinge abnehmen. „Jetzt sind die anderen EU-Mitgliedsstaaten dran.“

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer sagte der „Welt am Sonntag“ dagegen, im Moment sei die Lage beruhigt. „Aber wir wissen alle: Die Migrationswelle wird weitergehen“, fügte er hinzu.

Der bayerische Ministerpräsident gab Kanzlerin Merkel und ihrer Grenzöffnung für Flüchtlinge 2015 die Verantwortung dafür, dass eine absolute Mehrheit der Union bei der Bundestagswahl derzeit nicht absehbar sei. Der 4. September 2015 sei „ein Schlüsseldatum, wenn es um die absolute Mehrheit für die Union geht“, sagte er.

Kommentare (1)

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Herr Karl Gross

24.07.2017, 08:39 Uhr

Jemand der vor der Verschärfung der Flüchtlingskrise warnt aber gleichzeitig Italien entlasten will ?!? Wie soll das Funktionieren? Sollen die Schiffe aus Lybien dann direkt in Hamburg anlegen? Es gibt bestimmt genügend Leute in der SPD die auch hier Klatschen werden.

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