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27.09.2013

20:18 Uhr

SPD-Kanzlerkandidat

Steinbrück kündigt Karriere-Ende an

Schluss, aus und vorbei! SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will nach der Niederlage bei der Bundestagswahl kein Amt mehr in der Partei übernehmen. Er wolle ein „geordnetes Ende“, sagte Steinbrück.

Peer Steinbrück: Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten will kein Amt in der Führung der SPD mehr anstreben. AFP

Peer Steinbrück: Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten will kein Amt in der Führung der SPD mehr anstreben.

BerlinDer unterlegene SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat als Konsequenz aus dem Wahlergebnis seinen Rückzug aus der ersten Reihe der Politik angekündigt. Er strebe kein Amt mehr in der Partei und in der Bundestagsfraktion an, sagte er am Freitagabend nach dpa-Informationen bei einem nicht-öffentlichen SPD-Parteikonvent in Berlin vor 200 Delegierten. „Meine Karriere wird ein geordnetes Ende finden“, wurde der 66-Jährige zitiert.

Steinbrück habe in einer bewegenden Rede die politische Verantwortung für das Wahlergebnis übernommen, hieß es. Die SPD war am vergangenen Sonntag auf 25,7 Prozent der Stimmen gekommen. Steinbrück verfehlte damit sein Wahlziel einer rot-grünen Mehrheit. Er kündigte aber nach der Wahl an, bei möglichen Koalitionsverhandlungen mit der Union noch der SPD angehören zu wollen und sein Bundestagsmandat anzunehmen.

SPD-Parteikonvent: Weg für Sondierungsgespräche frei

SPD-Parteikonvent

Weg für Sondierungsgespräche frei

Die SPD will mit der Union über eine Koalition verhandeln. Über das Ergebnis sollen dann aber alle Mitglieder abstimmen. Peer Steinbrück wird keine führende Rolle mehr einnehmen – er kündigt sein Karriere-Ende an.

Steinbrück war von 2002 bis 2005 nordrhein-westfälischer Ministerpräsident und von 2005 bis 2009 Bundesfinanzminister und stellvertretender SPD-Chef. Seit 2009 hat er kein Parteiamt mehr. Im Dezember 2012 wurde der gebürtige Hamburger zum Kanzlerkandidaten gekürt. Im Wahlkampf hatte er bereits angekündigt, dass er für ein Ministeramt in einer großen Koalition nicht zur Verfügung stehe.

Als einstiger Unterstützer der Reform-Agenda 2010 von Kanzler Gerhard Schröder hatte Steinbrück in der Partei zeitweise keinen leichten Stand. Im Wahlkampf ließ er sich aber trotz seiner Forderung nach „Beinfreiheit“ für ein eher linkes Wahlprogramm einbinden. Nach anfänglichen Pannen fasste Steinbrück im Endspurt vor dem Bundestagsvotum Fuß und beeindruckte auch die eigenen Genossen mit unermüdlichem Einsatz.

Mehr zum SPD-Parteikonvent lesen Sie hier.

Kommentare (18)

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genervtneu

27.09.2013, 19:49 Uhr

Was für Weicheier ! Kein Wunder, dass die Politikverdrossenheit wächst, ich würde mich als Oppositionsführer schön in den Bundestag setzen, immer hübsch zuhören und mitschreiben und dann den Murksern von der Regierung tagtäglich auf Brot schmieren, was für einen Mist diese verzapfen, wenn sie denn überhaupt mal was machen.
Was soll sowas, dass ist Niveau unterhalb von Kindergartenkindern, selbst diese erfahren durch Sozialisation, dass man sich nicht in der Ecke verkriechen kann, wenn man nicht zum König des Sandkastens gekrönt wird.
Es gab mal Zeiten, da wurden Bundestagsdebatten live übertragen und die Menschen haben sich dafür interessiert, weil dort echte Menschen echte Probleme debattiert haben oder darüber polemisiert haben, sowas wurde auch in Schulen im Rahmen des Unterrichts angesehen oder gehört. Vielleicht sollte man einen Heulsusentest machen, bevor jemand für den Bundestag oder Listenplätze der Parteien kandidieren darf....
Wie peinlich sowas ist, habe ich erlebt, als ich dass meinem Sohn, einem Viertklässler erklären sollte, selbst Kinder haben für sowas kein Verständnis.
... ab in die Ecke und schämen...
... und anschliessend Nachsitzen !

Account gelöscht!

27.09.2013, 20:00 Uhr

ist doch prima, wenn man die Möglichkeit sich im Bundestag zur Ruhe setzen kann.

Account gelöscht!

27.09.2013, 20:25 Uhr

Er war nur ein "Schein-Kandidat", eine Totgeburt, die nie in der Wiege landen sollte. Das wusste er immer.

Jetzt taucht er wieder ab und schlemmert weiter sein "Sahnehäubchen", wie seine Frau es passend ausdrückte ... für 20.000 EUR die Stunde quasselnd am Rednerpult. Lobby-Lohn als Dankeschön. Ist das nicht wunderbar ?

Bananenrepublik.

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