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05.10.2012

15:37 Uhr

SPD-Kanzlerkandidat

Steinbrück stolpert ins Netz

VonTina Halberschmidt

Peer Steinbrück ist stolzer Twitter-Verweigerer. Dennoch kann der SPD-Kandidat bei der Bundestagswahl ohne Engagement im Web 2.0 nicht ernsthaft antreten. Sein Team hat es offenbar auch erkannt. Doch wer sagt's dem Chef?

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück: „Ich twittere nicht.“ dapd

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück: „Ich twittere nicht.“

Ein Blitzstart sieht anders aus: Eine Woche nach der offiziellen Bekanntgabe seiner Kandidatur hat der frischgebackene SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kein Wahlkampfteam. Keinen Sprecher. Und auch keinen Social-Media-Referenten.

Gerade der Mann (oder die Frau) für Twitter, Facebook und Co. dürfte beim ehemaligen Bundesfinanzminister einen schweren Stand haben. Schließlich hatte Steinbrück beim UdL Digital Talk selbst erklärt, sein Facebook-Account werde von seinen Mitarbeitern gepflegt, und Twitter komme für ihn schon gar nicht in Frage: „Ich twittere nicht.“ Kein Wunder also, dass der Steinbrück bereits bei SpiegelOnline und auf tagesschau.de als „Offline-Kandidat“ aufs Korn genommen wurde.

Dabei sollte gerade das Thema Social Media eine nicht zu geringe Priorität für den Kanzlerkandidaten haben. Einen Wahlkampf im Jahre 2012 ohne Google+ und Facebook und vor allem ohne Twitter zu führen, ist geradezu fahrlässig. Das müsste auch Steinbrück spätestens seit Barack Obamas Wahlkampf 2008 wissen. Der amerikanische Präsident hatte damals ganze Wählerschaften via Twitter „eingesammelt“.

Grundsätzlich muss Steinbrück gar nicht persönlich zwitschern. Machen Angela Merkel, für die Regierungssprecher Steffen Seibert ran muss, und Obama ja auch nicht zwangsläufig.

Oder wie Nico Lumma, SPD-Mitglied, Blogger und Twitterer, es ausdrückt: „Es ist auf, gut Deutsch gesagt, Lattenhagen, ob Steinbrück selber twittert oder nicht.“ Wichtig ist vielmehr, dass Steinbrücks Team in den sozialen Netzwerken präsent ist, dass seine Themen weitergetragen werden und seine Kampagne beworben wird.

Kommentare (8)

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Ameliegnom

05.10.2012, 16:02 Uhr

Steinbrück ist nun mal ein alter Mann, was kann man da noch verlangen, zu alt für Kanzler.
Nicht schlimm wenn er nicht twittert, wir wählen ihn eh nicht. Ein Minister der kaum im Bundestag anwesend war sollte nicht Kanzler werden.

Account gelöscht!

05.10.2012, 16:13 Uhr

Die Steuerzahler, bezahlen die Abgeordneten. Unser Anspruch: über Nebenjobs muß die Demokratie möglichst vollständig informiert sein. Das muß vor allem für alle gelten - nicht nur für ehemalige Spiteznpolitiker, die es gerne noch mal wissen möchten.

Sam

05.10.2012, 16:13 Uhr

Sehr geehrte Frau Halberschmidt,
damit man stolpern kann, muss man gehen.
[...]
Guten Abend
s.h.
+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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