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06.10.2012

10:27 Uhr

SPD-Kanzlerkandidat

Steinbrücks große Gegenoffensive

Aus der Deckung in die Offensive: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat „kein schlechtes Gewissen“ wegen seiner bezahlten Vorträge. Am Sonntag stellt er sich in einer TV-Sendung nochmals der Öffentlichkeit.

Peer Steinbrück geht die Diskussion um seine Vorträge offensiv an. dapd

Peer Steinbrück geht die Diskussion um seine Vorträge offensiv an.

BerlinIn der Debatte über seine Nebeneinkünfte geht SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück voll in die Offensive. "Ich habe kein schlechtes Gewissen", sagte Steinbrück am Samstag im Deutschlandfunk. Er könne nichts "Ehrenrühriges" daran finden, dass er von Unternehmen, Banken, Versicherungen und Anwaltskanzleien, die gewinnorientiert seien, für eine erbrachte Leistung ein Honorar genommen habe. Bei Schulen, Vereinen und ehrenamtlichen Institutionen habe er hingegen keine Bezahlungen für seine Redeauftritte verlangt.

Bereits am Freitag hatte Steinbrück überraschend angekündigt, alle Informationen zu seinen Honoraren so schnell und umfassend wie möglich offen zu legen. Kurz zuvor hatte er dies noch abgelehnt. Derzeit müssen Abgeordnete Nebeneinkünfte nicht genau preisgeben, sondern lediglich drei Stufen zuordnen - bis 3.500 Euro, bis 7.000 Euro und mehr als 7.000 Euro. Steinbrück hat in der laufenden Legislaturperiode mehr als 80 Vorträge gehalten, für die er Honorare der höchsten Stufe bekommen hat.

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Am Sonntag will sich der SPD-Kanzlerkandidat nochmals der Öffentlichkeit stellen: Für den Abend ist ein Auftritt in der ARD-Sendung "Günther Jauch" geplant.

Steinbrück betonte, er habe seine Nebeneinkünfte beim Bundestag stets "lupenrein" angezeigt. "Das wissen übrigens die, die das heute aufmischen, seit zwei oder drei Jahren", sagte er. Vorwürfe aus der CSU, er sei ein Liebling der Spekulanten, wies Steinbrück als "absurd" zurück.

Kommentare (28)

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F.B.

06.10.2012, 10:46 Uhr

Ich denke, in der ganzen Diskussion sollte man einen weiteren Punkt nicht vergessen: Herr Steinbrück hat (trotz seines 'Fulltime-Jobs' als Abgeordneter) nicht nur fröhlich Nebeneinkünfte generiert, deren Höhe und Auftraggeber er lange Zeit zu verschweigen gesucht hat (alles natürlich im Rahmen des rechtlich zulässigen - da machen sich unsere Abgeordneten schon ihre Schlupflöcher).

Herr Steinbrück hat auch - vor allem in der Zeit kurz nachdem er nicht mehr Minister war - im Bundestag offenbar 'geschmollt': Keine Beteiligung an den Debatten - im Gegenteil - häufiges Fehlen, auch bei (wichtigen) Abstimmungen und in dieser Zeit seine bezahlten Vorträge gehalten. Aber natürlich auch das Gehalt als Bundestagsabgeordneter weiter kassiert. Einfach mal auf abgeordentenwatch.de informieren.

F.B.

Voraussetzung

06.10.2012, 10:47 Uhr

Voraussetzung für ein schlechtes Gewissen, ist es, überhaupt eines zu haben.

schmierpeer

06.10.2012, 10:49 Uhr

der mann is korrupt

und dabei bleibts

da kann der 24 stundebn am stück im öffentlich rechtlichen salbadern

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