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17.09.2012

10:56 Uhr

SPD-Kanzlerkandidaten

Nahles dementiert Verzicht von Sigmar Gabriel

Die Gerüchte um eine vorgezogene Kandidatenkür und den Verzicht von Sigmar Gabriel hat SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles als Spekulationen bezeichnet. Der SPD-Spitze wolle am ursprünglichen Zeitplan festhalten.

Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (von links nach rechts, SPD), der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Frank Walter Steinmeier. dpa

Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (von links nach rechts, SPD), der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Frank Walter Steinmeier.

Berlin/LeipzigSPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat Gerüchte dementiert, wonach sich SPD-Chef Sigmar Gabriel praktisch aus dem Rennen um die Kanzlerkandidatur zurückgezogen hat. „Ich kann das nicht bestätigen. Es handelt sich um eine weitere, jetzt langsam wie das Kraut in die Höhe schießende Spekulation“, sagte sie am Montag dem Berliner Sender rbb-inforadio.

Die „Leipziger Volkszeitung“ hatte zuvor gemeldet, Gabriel sei faktisch nicht mehr im Rennen. Danach solle die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur deutlich vor dem Jahreswechsel erfolgen und damit vorgezogen werden.

Weiter hieß es in dem Bericht, SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hätten sich gegenseitig versprochen, die Kandidatenfrage "frühzeitig und in voller Sympathie und Freundschaft füreinander" zu klären. Der eine wolle den anderen zusammen mit Parteichef Gabriel voll und ganz unterstützen.

Nach Darstellung der Zeitung könne ein SPD-Bundesparteitag Anfang Dezember in Berlin dafür Gelegenheit bieten. In der SPD-Spitze ist ein solcher Parteitags-Termin aber nicht bekannt. Der letzte Bundesparteitag fand Anfang Dezember 2011 in Berlin statt. Die SPD ruft nur alle zwei Jahre solche Kongresse ein. Der nächste ordentliche Parteitag ist erst nach der Bundestagswahl im September kommenden Jahres geplant. Für November diesen Jahres ist ein Parteikonvent einberufen. In diesem Gremium sind die Landes- und Bezirksvorsitzenden vertreten.

Neben Gabriel gehören Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück zu den möglichen Herausforderern von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Wahl in einem Jahr. Bislang hält die sogenannte Troika an ihrer Ankündigung fest, über den Bewerber erst nach der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar 2013 zu entscheiden.

Parteichef Sigmar Gabriel habe sich faktisch aus dem Kandidatenwettbewerb zurück gezogen. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hätten sich gegenseitig versprochen, die Kandidatenfrage "frühzeitig und in voller Sympathie und Freundschaft füreinander" zu klären. Der eine wolle den anderen zusammen mit Parteichef Gabriel voll und ganz unterstützen, wurde der Zeitung aus Kandidatenkreisen bestätigt.

Kommentare (16)

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17.09.2012, 09:25 Uhr

Egal wie man sie nennt. Muppet-Show oder "Die 3 von der Tankstelle". Frau Merkel hat doch Steinmeier die ganze Zeit hofiert. Egal wieviele zur Wahl gehen, für Schwarz/Rot reicht es immer. Damit die Plünderung Deutschlands und der Sozialismus/Zentralismus in Brüssel weiter gehen kann. Deutschland wird wie ein Altersheim behandelt laut Merkel. Und viel "Angst" haben die Deutschen natürlich, das reden uns die MEdien ständig ein.

Guenni999

17.09.2012, 10:18 Uhr

Solange die SPD nicht von ihren anno 2000 beschlossenen Rentensenkungen, den Auswirkungen aus der Agenda 2010 sowie Münte-Mummels Rente mit 67 abrücken, ist es im Grunde sch...egal, wer als Kanzlerkandidat aufgestellt wird. Außerdem diese letztens beschlossenen Steuererhöhungspläne: mit solchen Programmen und Grundeinstellungen kann man Wahlen nur verlieren. Über jede von der SPD neu erdachte Grausamkeit freut sich Frau Merkel, die aber leider keinen Deut besser ist. Hier gilt es, bei der nächsten Wahl ein Bündnis aus linken Wählern zur Wahlurne bewegen zu können.

Vicario

17.09.2012, 11:37 Uhr

Wie wollen die 3 Kaspärle denn Kanzler werden...: mit ihren 20 % und den 8 % der Grünen wird es doch nach Adam Riese nicht reichen..? Auch eine große Koalition mit 22 % der CDU wird nicht funktionieren..? Haben die denn immer noch nicht verstanden, daß das Ende der Nomenklatura eingeleitet ist ?

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