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31.08.2011

13:37 Uhr

SPD-Kanzlerkandidatur

Gabriel pocht auf seinem Vorschlagsrecht

Sigmar Gabriel hat sein Vorschlagsrecht für die SPD-Kanzlerkandidatur 2013 unterstrichen. Der SPD-Chef warnte vor einer Personaldebatte zum jetzigen Zeitpunkt. Doch die ist bereits in vollem Gange.

SPD-Chef Sigmar Gabriel will die Frage nach dem Kanzlerkandidaten der SPD erst im Frühjahr 2013 erörtern. dpa

SPD-Chef Sigmar Gabriel will die Frage nach dem Kanzlerkandidaten der SPD erst im Frühjahr 2013 erörtern.

BerlinEr werde dieses Recht als Parteivorsitzender wahrnehmen, sagte Gabriel der Oldenburger Nordwest-Zeitung (Mittwoch). Eine Entscheidung werde wahrscheinlich im Frühjahr 2013 fallen. Gleichzeitig warnte der SPD-Chef vor einer Kandidaten-Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt. „Die Menschen wollen Antworten haben auf die Euro-Krise“, sagte er. „Deshalb ist es klug, dass sich die SPD gegenwärtig nicht mit Personalfragen beschäftigt, die erst in zwei Jahren anstehen.“

Gabriel gilt - neben Ex-Finanzminister Peer Steinbrück und dem Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier - als möglicher Kanzlerkandidat der SPD bei der Bundestagswahl 2013. Vor allem Steinbrück ist einer aktuellen Umfrage zufolge so beliebt wie nie. Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Ranking des Magazins „Stern“ ist der frühere Bundesfinanzminister der Politiker, dem die Bürger zurzeit am meisten vertrauen. Gabriel rangiert deutlich hinter Steinbrück und auch hinter Steinmeier.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles brachte den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit als möglichen Kanzlerkandidaten ins Gespräch. Wenn Wowereit die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 18. September gewinne, wäre das sein dritter Sieg in Folge, sagte Nahles der „Berliner Morgenpost“ (Mittwoch). Parteichef „Sigmar Gabriel hat bereits gesagt, dass jeder Ministerpräsident in der SPD geeignet ist für Höheres. Dem stimme ich zu“, sagte Nahles.

Bei der Umfrage konnten die Befragten Punkte von 1 („kein Vertrauen“) bis 100 („sehr hohes Vertrauen“) vergeben. Steinbrück erhielt im Schnitt 58 Punkte und damit einen Punkt mehr als im Ranking Mitte Juni. Er liegt damit zum ersten Mal auf Platz 1 vor Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die 57 Punkte bekam (-2). An dritter Stelle folgt SPD-Fraktionschef Steinmeier mit 55 Punkten (-1). Finanzminister Wolfgang Schäuble und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (beide CDU) kamen auf je 52 Punkte, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf 47 Punkten (-2).

Gabriel geben die Deutschen 44 Vertrauenspunkte. Er liegt gleichauf mit dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer (44 Punkte, -2). Größte Verlierer sind Grünen-Fraktionschefin Renate Künast (41 Punkte, -3) und FDP-Chef Philipp Rösler (37 Punkte, ebenfalls -3). Am Ende der Skala stehen Linke-Fraktionschef Gregor Gysi (33 Punkte, -1) und als Schlusslicht Guido Westerwelle (FDP). Der wegen seiner Haltung im Libyen-Konflikt umstrittene Außenminister kommt auf 30 Punkte (-1).

 

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dpa

Kommentare (3)

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Labertasche

31.08.2011, 23:13 Uhr

Gabriel eignet sich am besten als zukünftiger Kanzler.
Er hat die besten Eigenschaften die man heute als Führungskraft mit bringen mus. Er hat keine Ahnung von was er spricht aber er kann sehr gut reden. Eine hervorragende Labertasche und Dummschwätzer die sich unter dem Scheuklappengesindel sicher profiliert.

MaWo

01.09.2011, 08:42 Uhr

@ Labertasche,
"Bild" hat bereits Steinbrück nominiert.
Darf denn die Politik dem überhaupt etwas entgegensetzen?!

Nigromontan

01.09.2011, 11:06 Uhr

Steinbrück ist Bilderberg-Mann. Er bringt Euro-Bonds, umfassende Transferunion und "Die vereingten Staaten von Europa" mit entmachteten nationalen Parlamenten und umfassenden Brüssler Kompetenzen am sichersten und in angemessenen Zeitfenstern. Er wird Kandidat und mit hoher Wahrscheinlichkeit Kanzler.

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