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16.01.2013

07:01 Uhr

SPD-Kanzlerkandidatur

Steinmeier stellt Steinbrück Freifahrtschein aus

Peer Steinbrück hat in den Wochen seiner Kanzlerkandidatur wenige Fettnäpfchen ausgelassen. Das hat viele Genossen erzürnt. Doch die SPD-Spitze will an Steinbrück festhalten – auch bei einer Wahlniederlage am Sonntag.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (r.) stärkt Peer Steinbrück. dpa

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (r.) stärkt Peer Steinbrück.

BerlinSPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach Peer Steinbrück im Falle einer Niederlage der Partei in Niedersachsen als Kanzlerkandidat abgelöst werden könnte. „Die SPD hat mit Peer Steinbrück einen guten Kanzlerkandidaten“, sagte Steinmeier „Spiegel-Online“. Steinbrück sei „Kanzlerkandidat vor und nach der Niedersachsen-Wahl“.

Steinmeier nahm Steinbrück erneut für dessen umstrittene Äußerung über das als zu gering kritisierte Kanzlergehalt in Schutz. „Steinbrück hat über das Verhältnis von Politikergehältern und Gehältern in der Wirtschaft einen Satz gesagt, den ich zuvor hundertmal gehört habe – auch aus dem Mund von Helmut Kohl“, sagte Steinmeier. „Ich weiß wirklich nicht, was daran spektakulär sein soll.“ Außerdem habe Steinbrück nie für die Erhöhung von Politikergehältern plädiert, „sondern eher dafür, in anderen Bereichen Maß zu halten, zum Beispiel dem Bankwesen“.

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Das angebliche Medien-„Bashing“ gegen den SPD-Kanzlerkandidaten aber auch kritisiert.

Der SPD-Fraktionschef kritisierte zudem die Berichterstattung über Steinbrück. „Am meisten ärgert sich Peer Steinbrück selbst über die Dinge, die nicht rund gelaufen sind. Aber bei manchen Sachen kann ich mich über die Aufregung im Blätterwald auch nur wundern“, sagte Steinmeier. In der „Aufgeregtheit eines Berliner Medienumfelds“ sei die Negativmeinung über Steinbrück schnell eskaliert. „Ich habe manchmal den Eindruck, dass etwas mehr Gelassenheit dem ganzen Betrieb – auch den Medien – gut täte.“

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Steinmeier warnte zugleich davor, die Bedeutung der Niedersachsen-Wahl überzuinterpretieren. Es sei „zuallererst eine Landtagswahl“. Aber natürlich werde der Wahlausgang „die Stimmung am Anfang eines langen Wahljahrs beeinflussen“, fügte der Fraktionschef hinzu.

Von

afp

Kommentare (4)

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ROBERT_LEE

16.01.2013, 07:41 Uhr

"Wir haben extra Eierlikör für Steinbrück gekauft."

Ja, Hausbesuche können wirklich Spaß machen.

B.Giertz

16.01.2013, 08:47 Uhr

ZITAT
„Steinbrück hat über das Verhältnis von Politikergehältern und Gehältern in der Wirtschaft einen Satz gesagt, den ich zuvor hundertmal gehört habe – auch aus dem Mund von Helmut Kohl“, sagte Steinmeier. „Ich weiß wirklich nicht, was daran spektakulär sein soll.“ Außerdem habe Steinbrück nie für die Erhöhung von Politikergehältern plädiert, „sondern eher dafür, in anderen Bereichen Maß zu halten, zum Beispiel dem Bankwesen“.

Stimmt !

Friede-den-Huetten

16.01.2013, 10:15 Uhr

Ich habe das Schild: "Keine Werbung - Bitte" auf meinem Briefkasten. Trotzdem werden Broschüren, Flyern und Postwurfsendungen der Parteien eingeworfen.

Kann ich daraufhin die Parteien "abmahnen"?

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