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21.08.2012

13:05 Uhr

SPD-Ministerpräsident unter Druck

FDP empört über „steuerfinanzierte Bordellbesuche“

VonDietmar Neuerer

ExklusivDas Nürburgring-Debakel könnte Kurt Beck in die Bredouille bringen. Die FDP macht ihn dafür verantwortlich, dass windigen Geschäftemachern Bordellbesuche auf Staatskosten finanziert worden sein sollen.

Der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck (SPD). dpa

Der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck (SPD).

DüsseldorfAngesichts neuer Vorwürfe im Zusammenhang mit der Pleite des Nürburgrings forderte die rheinland-pfälzische FDP den Rücktritt von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). „Kurt Beck hat gesagt, dass er die Gesamtverantwortung für den Nürburgring übernimmt, das schließt den neuesten Berichten zufolge auch die politische Verantwortung für die steuerfinanzierten Bordellbesuche von dubiosen Finanzvermittlern mit ein“, sagte FDP-Landeschef Volker Wissing Handelsblatt Online. „Ein Ministerpräsident kann nur schwer die politische Verantwortung für solche Vorgänge übernehmen und gleichzeitig an seinem Amt festhalten.“

Wissing schließt auch die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses nicht aus. „Inwieweit die erneute Einsetzung eines Untersuchungsausschusses sinnvoll ist, muss die parlamentarische Opposition entscheiden“, sagte er.

Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet, dass es im Prozess um die Nürburgring-Pleite um mehr als Untreue gehen könnte: Windige Geschäftemacher sollen demnach in Luxushotels übernachtet und sich Prostituierte haben kommen lassen – auf Staatskosten.

Laut „Süddeutscher Zeitung“ werden die neuerlichen Vorwürfe durch einen internen Aktenvermerk eines Controllers des Projekts belegt. Hintergrund soll der Plan der Politik gewesen sein, am Nürburgring einen gigantischen Freizeitpark zu bauen. Weil das Geld dafür gefehlt habe, habe die rheinland-pfälzische Landesregierung unter Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) private Investoren finden wollen. Es sei um etwa 330 Millionen Euro gegangen.

Kommentare (23)

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Marc

21.08.2012, 13:25 Uhr

Sollte sich als whr herausstellen was hier geschrieben wurde. so reicht kein Rücktritt, dann wäre Freihheitsstrafe für mehrere Jahre angebracht.

Rechner

21.08.2012, 13:40 Uhr

Empörung über Bordellbesuche stehen einer angeblich liberalen Partei nicht gut zu Gesicht.

Empörung über Vergeudung von Staatsgeldern für Privatvergnügungen dubioser Geschäftspartner schon.

Account gelöscht!

21.08.2012, 13:43 Uhr

Wo bleibt hier der große Aufschrei? Inkompetenz und moralische Verwerflichkeint scheinen bei Herrn Beck kein Problem zu sein.

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