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31.03.2012

14:49 Uhr

SPD-Parteitag

„Die Frau, die es kann, gegen den Mann, der sich nicht traut“

VonGeorg Watzlawek

Hannelore Kraft lässt keinen Zweifel zu, dass sie ihre Politik in NRW mit einer starken Regierung fortsetzen wird. Aber damit ist die frisch gekürte Spitzenkandidatin nicht zufrieden: Die SPD nimmt schon 2013 ins Visier.

Hannelore Kraft: „Mein Platz ist in Nordrhein-Westfalen“. dpa

Hannelore Kraft: „Mein Platz ist in Nordrhein-Westfalen“.

DüsseldorfDie SPD startet mit Zuversicht, fast schon mit Übermut in den Wahlkampf für den Landtag 2012. Dass Hannelore Kraft am 13. Mai gewinnt und die rot-grüne Koalition in Nordrhein-Westfalen mit einer eigenen Mehrheit fortsetzen kann, steht auch für den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel außer Frage. „Nordrhein-Westfalen wird schon von ganz allein laufen, wir müssen jetzt darüber nachdenken, wie wir die Bundestagswahl 2013 gewinnen.“

Gabriel ist zwar angeschlagen und heiser, aber er lässt es sich nicht nehmen, an diesem Samstag im Düsseldorfer Messezentrum den Einheizer für die Lokalmatadorin zu spielen. Hannelore Kraft sei 2009 noch zur Ministerpräsidentin geworden, weil die Menschen ihren Vorgänger Jürgen Rüttgers (CDU) leid gewesen seien. Doch nun werde sie gewinnen, weil sie „als Ministerpräsidentin eine exzellente Arbeit geleistet hat“.

Hannelore Kraft, die nach ihrer Rede innerhalb von 20 Sekunden per Handzeichen einstimmig zur Spitzenkandidatin der SPD nominiert wird, greift den Ton auf. Sie sei stolz auf die politische Arbeit, die die rot-grüne Minderheitsregierung in nur zwei Jahren geleistet habe – und werde diese Aufgabe fortsetzen. Die Landesdelegierten stimmten anschließend mit 99,3 Prozent der Stimmen für Kraft als Spitzenkandidatin.

Die Ministerpräsidentin tritt im schwarzen Merkel-Hosenanzug auf, doch mit jedem Wort nährt sie die sozialdemokratische Seele – und greift den politischen Gegner als kaltherzig, schlimmer noch: unfähig, frontal an. Ihr direkter Gegenspieler, Bundesumweltminister und CDU-Landeschef Norbert Röttgen, taucht nur am Rande auf, als Witzfigur.

Kommentare (10)

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Joachim

31.03.2012, 16:15 Uhr

Die Frau die es kann? Damit ist wohl das Schuldenmachen gemeint.

KaterKarlo

31.03.2012, 16:19 Uhr

Vögel die morgens singen holt abends die Katze.

Moika

31.03.2012, 18:57 Uhr

Röttgen hat die Wahl durch seine Unentschlossenheit schon im Vorfeld verloren - und aufgegeben. Mit solchen Schönwetterpolitikern kann man eben nicht mal den berüchtigten Blumenpott gewinnen. Eigentlich braucht der sich hier in NRW gar nicht mehr blicken zu lassen, wenn ihn jetzt nicht einmal mehr die eigene CDU-Mannschaft will....

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