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10.04.2006

09:17 Uhr

SPD-Parteivorsitz

Platzeck tritt zurück

SPD-Chef Matthias Platzeck steht nach Agenturangaben kurz davor, sein Amt nach nur fünf Monaten wieder aufzugeben. Anlass seien gesundheitliche Gründe. Sein Nachfolger soll bereits feststehen.

Matthias Platzeck: Vor dem Rücktritt als SPD-Chef? Foto: dpa

Matthias Platzeck: Vor dem Rücktritt als SPD-Chef? Foto: dpa

HB BERLIN. Den Vorsitz der SPD übernehme voraussichtlich der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, berichteten Nachrichtenagenturen übereinstimmend unter Berufung auf Parteikreise. Die Parteigremien werden sich demnach im Laufe des Tages mit Rücktritt und Nachfolge befassen.

Platzeck hatte vor rund zehn Tagen einen Hörsturz erlitten und musste stationär behandelt werden. Ein Hörsturz gilt in der Medizin als typische Stressfolge und tritt häufiger bei Politikern und Managern auf. Zuvor hatte Platzeck wegen einer starken Grippe eine Woche pausieren müssen. Vergangenen Mittwoch wurde er aus dem Krankenhaus entlassen und sollte am heutigen Montag seine Amtsgeschäfte eigentlich wieder aufnehmen.

Am 15. November 2005 war Platzeck mit einem der besten Wahlergebnisse in der Parteigeschichte zum SPD-Chef gewählt worden. Er hatte 99,4 Prozent der Stimmen bekommen. Der damalige Vorsitzende Franz Müntefering hatte das Amt überraschend abgegeben. Platzeck ist seit Juni 2002 Regierungschef in Brandenburg.

Beck war als Wahlsieger aus der Landtagswahl am 26. März hervorgegangen und kann in Rheinland-Pfalz mit absoluter Mehrheit regieren. Er hatte als erster Stellvertreter von Platzeck im November 92,2 Prozent erhalten.

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