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29.02.2004

13:39 Uhr

SPD plus Grüne wohl ähnlich stark wie CDU

Wahlbeteiligung in Hamburg bis Mittag hoch

Rund 1,2 Millionen Hamburger sind am heutigen Sonntag aufgerufen, die Bürgerschaft neu zu wählen. Gut fünf Stunden nach Öffnen der Wahllokale haben knapp 40 Prozent ihre Stimme abgegeben - etwas mehr als im Jahr 2001.

HB BERLIN. In Hamburg hat am Sonntagmorgen die Bürgerschaftswahl begonnen. Nach dem Scheitern der Mitte-Rechts-Koalition im vergangenen Dezember können mehr als 1,2 Millionen Wahlberechtigte ein neues Landesparlament bestimmen.

Nach einem zunächst schleppenden Auftakt zeichnete sich gegen Mittag eine etwas höhere Wahlbeteiligung ab als bei der letzten Wahl. Gut fünf Stunden nach Öffnen der Wahllokale hatten bereits 39,6 Prozent der gut 1,2 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Im September 2001 waren es zum gleichen Zeitpunkt 38,5 Prozent.

Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Bürgermeister Ole von Beust lag in jüngsten Umfragen weit vor der SPD. 45 Prozent der Befragten sagten, sie würden für die Christdemokraten stimmen. Die hoffen damit auf eine absolute Mehrheit in der Bürgerschaft. Es wird jedoch damit gerechnet, dass SPD und Grüne insgesamt ähnlich viele Stimmen erhalten könnten.

Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Thomas Mirow muss zwar laut der Umfrage mit rund 30 Prozent einen deutlichen Verlust im Vergleich zu früheren Wahlen befürchten. Gemeinsam mit den Grünen könnte es jedoch demnach knapp für eine rot-grüne Koalition reichen.

Bei der Bürgerschaftswahl im September 2001 hatten nur 26,2 Prozent CDU gewählt. Die SPD erreichte damals 36,5 Prozent der Stimmen. Den Grünen, für die vor knapp zweieinhalb Jahren 8,6 Prozent der Hamburger stimmten, erhalten laut der Umfrage am heutigen Sonntag bessere Werte.

Sowohl die FDP als auch beide Flügel der inzwischen gespaltenen Schill-Partei verpassen voraussichtlich den Wiedereinzug in die Bürgerschaft. Der frühere Innensenator Ronald Schill hatte bei der Wahl 2001 19,4 Prozent gewonnen. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 71 Prozent.

Nach fortdauernden Querelen um Schill hatte von Beust die Hamburger Mitte-Rechts-Koalition aus CDU, Schill-Partei und FDP im Dezember beendet. Am heutigen Sonntag stellen sich insgesamt 16 Parteien, Wählervereinigungen und Einzelbewerber zur Wahl, 385 Hamburger kandidieren für die 121 Sitze in der Bürgerschaft. Zudem können die Wähler über einen Volksentscheid zum geplanten Verkauf des Landesbetriebs Krankenhäuser (LBK) an einen Privatinvestor abstimmen.

Die Wahllokale sind für die 1,22 Millionen Stimmberechtigten bis 18 Uhr geöffnet. Mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis wird zwischen 23 und 24 Uhr gerechnet.

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