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06.08.2015

11:49 Uhr

SPD und die K-Frage

Gabriel umstritten? „Das ist Quatsch“

Mit seinem Vorschlag, gar nicht erst einen SPD-Kanzlerkandidaten für 2017 zu stellen, hat Torsten Albig für reichlich Empörung in seiner Partei gesorgt. Nun widerspricht auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin wird nicht für die Kanzlerkandidatur bereitstehen. dpa

Hannelore Kraft

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin wird nicht für die Kanzlerkandidatur bereitstehen.

BerlinDie nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat sich für einen SPD-Kanzlerkandidaten ausgesprochen und damit ihrem Kieler Amtskollegen Torsten Albig (SPD) widersprochen. „Die SPD wird für 2017 einen Kanzlerkandidaten aufstellen“, sagte Kraft dem Hamburger Magazin Stern.

SPD-Chef Sigmar Gabriel sei „nicht umstritten, das ist Quatsch“, sagt Kraft dem Stern. Die Parteiführung arbeite sehr eng und vertrauensvoll zusammen. „Natürlich ist keiner zufrieden mit den aktuellen Bundes-Umfragewerten“, so Kraft weiter. „Aber die ändern sich nur durch harte inhaltliche Arbeit und nicht mit dem Spiel 'Wir gegen uns'.“

Bei der Bundestagswahl 2017 sieht Kraft für die SPD durchaus Chancen gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Bei ihrer Innenpolitik ist nun wahrlich viel Luft nach oben. Niemand ist unschlagbar.“ Die SPD sei eine Partei, die „kämpfen kann und will – und sie ist in den meisten zentralen Punkten sehr geschlossen.“

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Sie selbst werde allerdings, wie bereits in der Vergangenheit angekündigt, nicht für die Kanzlerkandidatur bereitstehen. „Ich fühle mich in der Landespolitik sehr wohl“, sagte Kraft. Außenpolitik beispielsweise sei wichtig, „aber es ist nicht weniger wichtig, sich vor Ort um Kinder, Familien, Soziales und innere Sicherheit zu kümmern“.

Albig hatte empfohlen, dass die SPD ohne Kanzlerkandidaten in den Bundestagswahlkampf 2017 gehen sollte. Inzwischen gibt es in der SPD eine Debatte über eine mögliche Urwahl des Kanzlerkandidaten.

Von

afp

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

06.08.2015, 12:13 Uhr

Die ehemalige Arbeiterpartei SPD sollte einfach in der Versenkung verschwinden und die Menschheit einfach in Ruhe lassen. Ach...das gilt für die anderen "etablierten" Parteien genauso.

Unter der Maßgabe wieviele Bürger prozentual gesehen von einer Partei vertreten werden ist es doch wohl ein Witz das diese Parteien überhaupt in Anspruch für sich nehmen irgendein Regierungsamt auszukleiden.

Man sollte Vorauswahlverfahren machen und Kanzler / Minister etc. DIREKT parteiunabhängig wählen. Da dürfen sich die Möchtegernpolitiker dann mal mit Sachverstand um ihre gewünschten Positionen bewerben und gerne mal ihrem "Dienstherrn", nämlich das Volk, erklären warum gerade sie dafür die geeigneteste Person sind.

Jeder Barista der sich bei Starbucks Brazil bewirbt muss ein grösseres Auswahlverfahren durchlaufen also so mancher Politiker; zum kotzen.

Herr Josef Hirsepp

06.08.2015, 12:26 Uhr

BASTA!

Gabriel der schein-fromme Engel
ist und bleibt halt Angie's Bengel!
Denn zum Kanzler reicht es nimmer
also Schluss au Basta, mit dem Gewimmer!


Herr Vitto Queri

06.08.2015, 12:44 Uhr

>> „Die SPD wird für 2017 einen Kanzlerkandidaten aufstellen“ >>

Mit ca 10 % der Wählerzustimmung ( es ist davon auszugehen, dass die SPD ca. 20 % bei einer Wahlbeteiligung von ca. 50 % bekommt ) wollen die Sozis den Kanzler stellen ?

Der Verstand ist diesem Haufen wohl vollends abhanden gekommen !

Regieren wird weiterhin Merkel...und Sie sucht sich ihre Koalitionäre aus. Denn die CDU ist vom Rest der Politclowns nicht zu schlagen und bekommt die Mehrheit....bei 20 % vergreister Wähler in diesem Lande !



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