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08.06.2015

03:06 Uhr

SPD-Vorsitzender Stegner

Chancen für Linksbündnis schwinden nach Gysi-Rückzug

Gregor Gysi hat seinen Rückzug angekündigt - laut dem SPD-Vorsitzenden Stegner gerät damit ein Linksbündnis in Gefahr. Grüne kritisieren mangelnden Regierungswillen bei der Linken.

Ralf Stegner (SPD) sieht in der Rückzugsankündigung Gysis eine Gefahr für ein Linksbündnis. dpa

Ralf Stegner

Ralf Stegner (SPD) sieht in der Rückzugsankündigung Gysis eine Gefahr für ein Linksbündnis.

Düsseldorf/BerlinNach der Rückzugsankündigung von Linksfraktionschef Gregor Gysi sieht der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner die Chancen für ein Linksbündnis schwinden. "Die Linkspartei wird es ohne ihn sehr schwer haben, sich auf der Bundesebene von der Fundamentalopposition hin zu einem potentiellen Koalitionspartner zu entwickeln", sagte Stegner der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Gysi sei "sicher einer der klügsten Kollegen aus Konkurrenzparteien", fügte Stegner hinzu.

Der 67-jährige Gysi hatte am Sonntag bei einem Linken-Parteitag in Bielefeld angekündigt, dass er im Herbst nicht mehr für den Fraktionsvorsitz kandidiere. Die Zeit sei gekommen, das Amt "in jüngere Hände zu legen", sagte Gysi vor den Delegierten.

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Die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter erklärten am Sonntag in Berlin, Gysi habe versucht die Widersprüche der Partei aufzulösen. "Dennoch hat die Linke bis heute nicht geklärt, welchen Kurs sie einschlagen will: Bleibt sie bei der Daueropposition oder will sie regierungsfähig im Bund werden?", kritisierten Göring-Eckardt und Hofreiter. Die Signale auf dem Parteitag der Linken machten "jedenfalls bislang keinen Aufbruch deutlich". "Zur Demokratie gehört auch Verantwortung und Gestaltungsanspruch", mahnte die Fraktionsführung der Grünen.

Von

afp

Kommentare (4)

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Herr Klaus Hofer

08.06.2015, 07:31 Uhr

Ein Linksaußenmann wie Stegner vertritt ohnehin Positionen, die weitestgehend mit denen der Linken übereinstimmen. Ihm fehlen jedoch sowohl die intellektuelle Überzeugungskraft als auch die rhetorischen Fähigkeiten eines Herrn Gysi. Daher fällt sein Bedauern über den Abtritt von Gysi um so größer aus.
Deutschland bleibt hoffentlich ein rot rot grünes Bündnis auf Bundesebene erspart, denn dies wäre für unser Land politisch wie wirtschaftlich fatal. Der SPD wäre die Erkenntnis zu wünschen, daß die SED Nachfolgepartei PDS in weiten Teilen nicht auf dem Boden unserer freiheitlichen Verfassung steht.

Herr Horst Meiller

08.06.2015, 09:07 Uhr

"SED Nachfolgepartei PDS" Es ist nicht die "Nachfolgepartei", es IST die SED, mehrfach umbenannt und 1990 leider nicht enteignet!! Die klassenkämpfen und agitieren auch heute noch mit Vermögen aus Ostzonenzeiten! P.S. Dem auf dem Bild sieht man seine...Intelligenz wenigstens schon aus größerer Entfernung an...! (:

Herr Billyjo Zanker

08.06.2015, 10:54 Uhr

Chancen für Linksbündnis schwinden nach Gysi-Rückzug

Ein Segen für Deutschland und Europa.
Ja es ist noch stets die SED, denn die ist nie aufgelöst oder abgewickelt worden, sondern nur zig mal UMBENANNT worden, ein Schelm der Böses dabei denkt.

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