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10.03.2012

12:43 Uhr

Spitzenkandidat gesucht

Gerangel bei den Grünen

Wer wird Spitzenkandidat der Grünen? Renate Künast? Jürgen Trittin? Claudia Roth? Oder doch Cem Özdemir? Die Partei streitet über die richtige Wahl für die Wahl - und das in aller Öffentlichkeit.

Bundesvorsitzende Claudia Roth mit Fraktionschef Jürgen Trittin. dpa

Bundesvorsitzende Claudia Roth mit Fraktionschef Jürgen Trittin.

BerlinDie Rangelei bei den Grünen um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl dürfte sich noch monatelang hinziehen. Fraktionschef Jürgen Trittin erwartet aber, dass ein kleiner Parteitag im April immerhin schon einmal das Verfahren und den Zeitplan festzurrt. Wer aber schließlich als Zugpferd im Wahlkampf präsentiert wird, soll erst im Januar 2013 zur Landtagswahl in Niedersachsen geklärt werden, wie er dem „Tagesspiegel“
sagte.

Parteichefin Claudia Roth war diese Woche vorgeprescht und hatte angekündigt, Spitzenkandidatin im Bundestagswahlkampf 2013 werden zu wollen. Sie warb zudem
dafür, eine Urwahl an der Parteibasis abzuhalten.

Trittin verzichtete darauf, zu eigenen Ambitionen Stellung zu nehmen. „Ich halte mich an den Rat, nicht öffentlich über Fragen zu debattieren, die wir intern zu klären
haben“, sagte er. Es gehe darum, 2013 die schlechteste Regierung seit Jahrzehnten abzulösen. Erst wenn das inhaltliche Profil klar sei, würden die Grünen auch die Köpfe dazu vorstellen.

Auch Roths Co-Vorsitzender Cem Özdemir mahnte die Partei zur Ruhe. „Wir müssen jetzt vor allem über Inhalte und Konzepte reden, weniger über Personen“, sagte
Özdemir „Zeit Online“.

Die Grünen-Bundstagsfraktionsvize Kerstin Andreae stellte klar, dass ihr ein Spitzenkandidat für die Bundestagswahl zu wenig sei. „Ich kann Claudia Roths Forderung nach einer Doppelspitze verstehen“, sagte Andreae der „Stuttgarter Zeitung“. Zudem stehe es den Grünen gut an, eine Frau nach vorne zu schieben.

Die Grünen diskutieren seit Wochen darüber, wie sich das Spitzenteam für den Wahlkampf zusammensetzen soll. Roth kritisierte in der „taz“ den Ton der Debatte. „Da
lief in letzter Zeit einiges unter unserem Niveau.“ Selbst persönliche Angriffe seien nicht mehr tabu gewesen.

Eine Urwahl kann einberufen werden, indem sich der Länderrat, der Bundesvorstand oder drei Landesverbände dafür aussprechen.

Von

dapd

Kommentare (8)

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Mazi

10.03.2012, 13:13 Uhr

Das müssen Sie sich unbedingt ansehen. Es ist m.E. der beste Kommentar dazu.

http://www.youtube.com/watch?v=nIEJe5hs374

reno

10.03.2012, 15:01 Uhr

Grüne Sozialisten brauch eh keiner. Und die Fatima Roth ohnehin nicht.

willi

10.03.2012, 15:07 Uhr

Ja die Grünen sind halt auch nur noch normale Machtpolitiker. Man muß sich mal die Altersstruktur der Grünen ansehen: Die Jungen sind gar nicht mehr vorhanden. Ist halt auch nicht mehr so faszinierend die politische Botschaft von dieser Seite. Leider leider ist es heute egal wen man wählt, alles bis auf Marginalien die gleiche Chose.

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