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21.09.2012

14:32 Uhr

Spitzenkandidaten

Trittin, Künast und die 13 Zwerge

VonMaike Freund

Wer soll es denn nun werden? Trittin und Künast? Oder doch Parteichefin Claudia Roth? Die Grünen konnten sich nicht auf die Spitzenkandidaten einigen. Nun stehen plötzlich 15 Politiker zur Wahl zum Spitzen-Duo.

Wer wird der Spitzenkandidat bei den Grünen? Künast und Trittin? Von den Unbekannten hat jedenfalls eher keiner eine Chance.

Wer wird der Spitzenkandidat bei den Grünen? Künast und Trittin? Von den Unbekannten hat jedenfalls eher keiner eine Chance.

DüsseldorfSie wollen es ganz anders machen, gemeinschaftlich, basisdemokratisch. Anders eben und doch ihrem Profil entsprechend. Also stimmen nun rund 60 000 Parteimitlieder der Grünen über die 15 Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl 2013 ab. Die Grünen-Geschäftsführerin Steffi Lemke verkauft die Wahl als „demokratischen Prozess“. Dabei ist der Grund für diese Urabstimmung eher peinlich und aus Verlegenheit entstanden:

Jürgen Trittin sollte es werden. Der 58-jährige Politiker aus dem linken Flügel gilt als wenig unternehmerfreundlich. Außerdem als arrogant und wenig charismatisch: „Er hat das Image eines kalten, fiesen Machtpolitikers“, sagt der Parteienforscher Gerd Langguth. Trotzdem galt der Fraktionsvorsitzende (das Amt teilt er sich mit Renate Künast) als der Mann für die Grünen – obwohl er nur für einen Teil der Partei und der Wähler steht.

Doch dann kam ihm Claudia Roth in die Quere – noch eine aus der linken Ecke. Auch die Parteichefin will beim Wahlkampf nach ganz vorne, in die erste Reihe. Und plötzlich beschlossen die Grünen, dass die Partei im Bundestagswahlkampf von einem Spitzenkandidaten-Duo angeführt werden soll – vom Kanzlerkandidat spricht ohnehin niemand mehr. Mindestens eine Frau muss in diesem Duo mitmachen. Weil aber drei Frauen Interesse angemeldet haben, wird nun basisdemokratisch über die Spitze abgestimmt.

Für Trittin ist die Ausgangslage dagegen relativ komfortabel. Zwar könnten auch zwei Frauen beide Spitzenplätze erobern - doch gilt eine paritätische Besetzung als wahrscheinlicher. Und bei den Männern ist die Konkurrenz nicht allzu groß: Außer Trittin bewirbt sich kein anderer bekannter grüner Mann auf die Spitzenposition. Auch Cem Özdemir meldete kein Interesse an, er will lieber per Direktmandat in den Bundestag.

Umso mehr Interesse hat Roth an der Spitze des Wahlkampfteams, genau dort will sie hin. Dabei aber spielt das Image eine große Rolle: Sie ist laut, reagiert oft emotional und heftig: „Roth geht vielen auf die Nerven“, sagt Parteienforscher Langguth. Auch mit ihr – wie mit Trittin – würde das Wählerpotential nicht ausgeschöpft.

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Kommentare (10)

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scharfschuetze

21.09.2012, 14:51 Uhr

Ist doch egal, wer von denen es wird - alles bloß Figuren, die nichts richtiges arbeiten können oder wollen.

Account gelöscht!

21.09.2012, 16:06 Uhr

Vielleicht sollten die Grünen Mao Tse Tung wieder ausbuddeln..

Die Grünen sind eine antideutsche deutsche Partei.

herbert

21.09.2012, 17:02 Uhr

Wer bitte mit Verstand und Geist will denn solch eine Partei (Dagegenpartei)wählen?

Die Grünen an der Macht und schon haben wir Tempo 30 in große Städten. Die Flughäfen dürfen nur noch in einem kleinen Zeitrahmen Flugzeuge bedienen, da wegen der Umwelt diese fast abgeschafft werden.
Mir reicht noch das Elend von rot grün beim letzten Mal!

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