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Spitzenpersonalien der Genossen

Wer übernimmt welchen Posten bei der SPD?

Der SPD-Parteitag ist mehr als nur die Frage, ob die Partei den Weg für Gespräche mit der Union freimacht. Es geht auch um wichtige Spitzenpersonalien für die Zukunft. Wer was ist und wird in einer Übersicht.

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Nach der Wahlpleite verkündete die SPD, sie wolle sich organisatorisch, inhaltlich und personell neu aufstellen. Posten dafür gäbe es genug. Beim anstehenden Parteitag werden gleich sechs Stellvertreter des Vorsitzenden und ein Generalsekretär gewählt - doch viele alte Bekannte wollen sich in der Führungsriege halten. Wer was ist und wird - eine Übersicht. dpa

Auf dem SPD-Parteitag

Nach der Wahlpleite verkündete die SPD, sie wolle sich organisatorisch, inhaltlich und personell neu aufstellen. Posten dafür gäbe es genug. Beim anstehenden Parteitag werden gleich sechs Stellvertreter des Vorsitzenden und ein Generalsekretär gewählt - doch viele alte Bekannte wollen sich in der Führungsriege halten. Wer was ist und wird - eine Übersicht.

Bild: dpa

Landes- und Fraktionschef der hessischen SPD, der im dritten Anlauf bei der Landtagswahl im Herbst 2018 endlich Ministerpräsident werden will. Thorsten Schäfer-Gümbel ist seit 2013 Vize. Der Parteilinke arbeitete federführend das Steuerkonzept für das Wahlprogramm aus. Jetzt trommelt der 48-Jährige für ein neues Grundsatzprogramm der SPD. „TSG“ ist glühender Bayern-Fan, trat aus Protest gegen die Hoeneß-Steueraffäre aber beim Rekordmeister aus. 2015 bekam er als Vize 88 Prozent. dpa

Thorsten Schäfer-Gümbel

Landes- und Fraktionschef der hessischen SPD, der im dritten Anlauf bei der Landtagswahl im Herbst 2018 endlich Ministerpräsident werden will. Thorsten Schäfer-Gümbel ist seit 2013 Vize. Der Parteilinke arbeitete federführend das Steuerkonzept für das Wahlprogramm aus. Jetzt trommelt der 48-Jährige für ein neues Grundsatzprogramm der SPD. „TSG“ ist glühender Bayern-Fan, trat aus Protest gegen die Hoeneß-Steueraffäre aber beim Rekordmeister aus. 2015 bekam er als Vize 88 Prozent.

Bild: dpa

Olaf Scholz gilt seit Jahren als Reserve-Parteichef. Nach der verlorenen Wahl machte der 59-Jährige Stimmung gegen die Schulz-Kampagne. Aber nach dem Vorsitz will er (noch) nicht greifen, sondern Vize bleiben. Scholz, kluger Verhandler bei den Bund-Länder-Finanzen, ist bei der Basis nur mäßig beliebt. Nun könnte er einen Denkzettel abkriegen (2015 erhielt er 80,2 Prozent). Sein Macher-Image als Bürgermeister bekam Kratzer, weil er den Hamburgern den G20-Gipfel als friedlichen Hafengeburtstag ankündigte - dann brannte das Schanzenviertel. Gerüchte, er könnte in einer „GroKo“ Bundesfinanzminister werden, räumte er vorerst ab. Für Verhandlungen mit der Union gilt er als unverzichtbar. dpa

Olaf Scholz

Olaf Scholz gilt seit Jahren als Reserve-Parteichef. Nach der verlorenen Wahl machte der 59-Jährige Stimmung gegen die Schulz-Kampagne. Aber nach dem Vorsitz will er (noch) nicht greifen, sondern Vize bleiben. Scholz, kluger Verhandler bei den Bund-Länder-Finanzen, ist bei der Basis nur mäßig beliebt. Nun könnte er einen Denkzettel abkriegen (2015 erhielt er 80,2 Prozent). Sein Macher-Image als Bürgermeister bekam Kratzer, weil er den Hamburgern den G20-Gipfel als friedlichen Hafengeburtstag ankündigte - dann brannte das Schanzenviertel. Gerüchte, er könnte in einer „GroKo“ Bundesfinanzminister werden, räumte er vorerst ab. Für Verhandlungen mit der Union gilt er als unverzichtbar.

Bild: dpa

Sie war als Bundesfamilienministerin ein Aktivposten in der großen Koalition und machte für die SPD bei Frauen und Familien einige Punkte. Dann wechselte die 43 Jahre alte Manuela Schwesig im Sommer als Ministerpräsidentin in ihre Heimat Mecklenburg-Vorpommern, nachdem sich ihr Vorgänger Erwin Sellering schwer erkrankt aus der Politik zurückzog. Der zweifachen Mutter trauen einige in der SPD zu, einmal Vorsitz oder Kanzlerkandidatur zu übernehmen. Vor zwei Jahren bekam sie mit 92,2 Prozent das beste Ergebnis aller Vizes. dpa

Manuela Schwesig

Sie war als Bundesfamilienministerin ein Aktivposten in der großen Koalition und machte für die SPD bei Frauen und Familien einige Punkte. Dann wechselte die 43 Jahre alte Manuela Schwesig im Sommer als Ministerpräsidentin in ihre Heimat Mecklenburg-Vorpommern, nachdem sich ihr Vorgänger Erwin Sellering schwer erkrankt aus der Politik zurückzog. Der zweifachen Mutter trauen einige in der SPD zu, einmal Vorsitz oder Kanzlerkandidatur zu übernehmen. Vor zwei Jahren bekam sie mit 92,2 Prozent das beste Ergebnis aller Vizes.

Bild: dpa

Er ist die Allzweckwaffe vom linken Flügel - über den es in der SPD spöttisch heißt, er twittere schneller als sein Schatten. Ralf Stegner will seinen Vize-Posten (2015: 77,3 Prozent) verteidigen. In Schleswig-Holstein gab es laute Rufe nach einer Ablösung des Landesvorsitzenden nach dem Machtverlust in Kiel. Der 58-Jährige aber ist ein Überlebenskünstler - und einer der wenigen in der Führung, der fest zu Schulz hält. dpa

Ralf Stegner

Er ist die Allzweckwaffe vom linken Flügel - über den es in der SPD spöttisch heißt, er twittere schneller als sein Schatten. Ralf Stegner will seinen Vize-Posten (2015: 77,3 Prozent) verteidigen. In Schleswig-Holstein gab es laute Rufe nach einer Ablösung des Landesvorsitzenden nach dem Machtverlust in Kiel. Der 58-Jährige aber ist ein Überlebenskünstler - und einer der wenigen in der Führung, der fest zu Schulz hält.

Bild: dpa

Die kluge Regierungschefin von Rheinland-Pfalz, die 2016 nach Riesenrückstand die Landtagswahl noch triumphal für die SPD gewann, wird in der SPD als Bundesvize noch wichtiger. Malu Dreyer will keine „GroKo“, sondern wirbt dafür, nur eine Merkel-Minderheitsregierung zu dulden. Die 56-Jährige ist in der Partei beliebt, fördert viele Frauen. Bei der Neuaufstellung der SPD wird sie ein wichtiges Wort mitreden. dpa

Malu Dreyer

Die kluge Regierungschefin von Rheinland-Pfalz, die 2016 nach Riesenrückstand die Landtagswahl noch triumphal für die SPD gewann, wird in der SPD als Bundesvize noch wichtiger. Malu Dreyer will keine „GroKo“, sondern wirbt dafür, nur eine Merkel-Minderheitsregierung zu dulden. Die 56-Jährige ist in der Partei beliebt, fördert viele Frauen. Bei der Neuaufstellung der SPD wird sie ein wichtiges Wort mitreden.

Bild: dpa

Die Landeschefin aus Bayern soll ebenfalls zu einer Stellvertreterin aufsteigen. Im nächsten Herbst muss Natascha Kohnen als Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl versuchen, die Genossen im Freistaat aus dem Keller zu führen. Angesichts der CSU-Umfrageschwäche macht sich die 50-Jährige Hoffnungen, dass das gelingt. dpa

Natascha Kohnen

Die Landeschefin aus Bayern soll ebenfalls zu einer Stellvertreterin aufsteigen. Im nächsten Herbst muss Natascha Kohnen als Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl versuchen, die Genossen im Freistaat aus dem Keller zu führen. Angesichts der CSU-Umfrageschwäche macht sich die 50-Jährige Hoffnungen, dass das gelingt.

Bild: dpa

Er gilt als Lichtblick in der SPD: Lars Klingbeil soll als neuer Generalsekretär die Partei modernisieren. Klingbeil weiß, was die Digitalisierung überhaupt bedeutet. Seinen Ritterschlag erhielt er im Wahlkampf von Gerhard Schröder. Der Altkanzler kam in Klingbeils Wahlkreis in Rotenburg an der Wümme - den der verschmitzte Zwei-Meter-Mann prompt direkt gewann. Ohne große Organisationserfahrung das Willy-Brandt-Haus umzubauen, wird für den 39-Jährigen aber eine Riesenherausforderung.  dpa

Lars Klingbeil

Er gilt als Lichtblick in der SPD: Lars Klingbeil soll als neuer Generalsekretär die Partei modernisieren. Klingbeil weiß, was die Digitalisierung überhaupt bedeutet. Seinen Ritterschlag erhielt er im Wahlkampf von Gerhard Schröder. Der Altkanzler kam in Klingbeils Wahlkreis in Rotenburg an der Wümme - den der verschmitzte Zwei-Meter-Mann prompt direkt gewann. Ohne große Organisationserfahrung das Willy-Brandt-Haus umzubauen, wird für den 39-Jährigen aber eine Riesenherausforderung. 

Bild: dpa

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