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08.08.2014

14:08 Uhr

Staatsanwaltschaft

Weitere Ermittlungen im Fall Haderthauer

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt weiter „mit Hochdruck“ im Fall gegen Bayerns Staatskanzleichefin Christine Haderthauer. Je länger das Verfahren dauert, desto wahrscheinlicher wird ihre Entlassung.

Christine Haderthauer, Staatsministerin und Leiterin der Bayerischen Staatskanzlei (CSU): Die Opposition forderte Ministerpräsident Horst Seehofer ein weiteres Mal auf, Haderthauer zu entlassen. dpa

Christine Haderthauer, Staatsministerin und Leiterin der Bayerischen Staatskanzlei (CSU): Die Opposition forderte Ministerpräsident Horst Seehofer ein weiteres Mal auf, Haderthauer zu entlassen.

MünchenBei den Betrugsermittlungen gegen die bayerische Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) ist vorerst kein Ende in Sicht. Die Staatsanwaltschaft München II wollte am Freitag keine Prognose abgeben, wie lange die Überprüfung der Vorwürfe gegen Haderthauer noch dauern könnte. „Die beteiligten Ermittlungsbehörden arbeiten mit Hochdruck, um den Fall aufzuklären“, sagte Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich.

In der CSU-Spitze herrscht die Hoffnung, dass die Ermittlungen eher Wochen als Monate dauern und möglicherweise im September abgeschlossen sein könnten. Sollte sich das Verfahren länger hinziehen, gilt mehreren CSU-Politikern ein Sturz der Staatskanzleichefin als unvermeidlich. Die Opposition forderte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ein weiteres Mal auf, Haderthauer zu entlassen.

Jeden Tag kämen neue Details ans Licht, sagte SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher. Auch für die Freien Wähler fordert der Parlamentarische Geschäftsführer Florian Streibl: „Herr Ministerpräsident, nehmen Sie endlich das Heft des Handelns in die Hand, setzen Sie diesem erbärmlichen Trauerspiel ein Ende und entlassen Sie Frau Haderthauer.“ Und Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann sagte: „Die Beweislast ist jetzt schon erdrückend, und mit jedem Tag kommen neue Ungeheuerlichkeiten zum Vorschein.“

Kommentare (4)

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Herr Teito Klein

08.08.2014, 14:09 Uhr

Die Causa Haderthauer
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In der Modellautoaffäre gibt es kein Ende.
Sie behauptet, nichts damit zu tun zu haben; jetzt wird aber wegen Steuerhinterziehung ermittelt.
Sie behauptet, es war ein "soziales" und "gemeinnütziges" Projekt, aber die von psychisch Kranken Häftlingen hergestellten Modellautos wurden für mehrere tausend Euro verkauft.

Hier ging es um Gewinnmaximierung. Die Häftlinge bekamen nur einen Minnilohn.

Aber Seehofer steht nach wie vor zu ihr.

Account gelöscht!

08.08.2014, 14:37 Uhr

@ Teito Klein,
"Sie behauptet, es war ein "soziales" und "gemeinnütziges" Projekt..."
im allgemeinen Verständnis sollte das Wort getrennt und kotrrekt geschrieben werden. Der eigentliche Sinn wäre dann direkt verständlich: "Gemeinnutzen" bedeutet folglich "Gemein = gegen Andere" und "Nutzen = für sich selber sichern".
Das ist nicht nur im Lande der Bajuwaren so.

Herr Manfred Zimmer

08.08.2014, 16:59 Uhr

Was muss noch kommen, bis Horst Seehofer einknickt?

Sind das die Leute, denen er die Leitung seiner Staatskanzlei anvertraut?

Manches in Bayern ist sonderbar. Aber diese Angelegenheit ist "dick". Wer so etwas aussitzen will, der hat offensichtlich keine Alternativen. Der ist alternativlos, um das gängige Wort der Politiker zu überstrapazieren.

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