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03.03.2017

16:30 Uhr

Staatsbesuch in den USA

Merkel reist zu Trump

Gipfeltreffen in Washington: Donald Trump empfängt Angela Merkel. US-Regierungskreisen zufolge kommt es schon in wenigen Tagen zum Treffen der Regierungschefs.

Der neue US-Präsident und die Kanzlerin sollen am 14. März aufeinander treffen. dpa

Donald Trump und Angela Merkel

Der neue US-Präsident und die Kanzlerin sollen am 14. März aufeinander treffen.

WashingtonBundeskanzlerin Angela Merkel wird nach US-Angaben am 14. März zu Gesprächen mit Präsident Donald Trump nach Washington reisen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag aus Regierungskreisen in der US-Hauptstadt. Laut der Nachrichtenagenturen AFP und dpa bestätigten deutsche Regierungskreise das Treffen, ebenso ein Vertreter des Weißen Hauses.

Ein Regierungssprecher in Berlin sagte auf dpa-Anfrage am Freitag, er wolle die Information nicht dementieren. Seit der Amtsübernahme Trumps am 20. Januar war mit Spannung erwartet worden, wann Merkel den neuen Präsidenten erstmals persönlich treffen wird.

Beide hatten im Januar telefoniert und ihre Absicht bekräftigt, die bilateralen Beziehungen in den nächsten Jahren zu vertiefen. Merkel brachte dabei aber auch zum Ausdruck, dass sie das von Trump kurz zuvor verhängte Einreiseverbot für Staatsbürger aus sieben mehrheitlich islamisch geprägten Ländern für falsch hält. Ende Januar sagte sie: „Das Vorgehen widerspricht nach meiner Auffassung dem Grundgedanken der internationalen Flüchtlingshilfe und der internationalen Kooperation.“ Der notwendige Kampf gegen den Terror „rechtfertigt in keiner Weise einen Generalverdacht gegen Menschen bestimmten Glaubens, in diesem Falle Menschen muslimischen Glaubens“ oder einer bestimmten Herkunft.

Trump hatte zuvor in einem Interview Merkels Entscheidung, Hunderttausende Flüchtlinge aufzunehmen, als „katastrophalen Fehler“ bezeichnet - auch mit Blick auf das Terrorrisiko.

Nach Trumps Amtsantritt waren bisher Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach Washington gereist. Bei seinem Besuch betonte Gabriel die gemeinsamen Werte Deutschlands und der USA. Von Grundsätzen wie der Religionsfreiheit dürfe nicht abgerückt werden, sagte Gabriel. Der SPD-Politiker unterstrich zugleich, dass Deutschland an den transatlantischen Beziehungen festhalte.

Kommentare (21)

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Novi Prinz

03.03.2017, 15:02 Uhr

Na , da kann es gut sein , dass Frau Merkel völlig gewendet zurück kommt.

Rainer von Horn

03.03.2017, 15:04 Uhr

Wahrscheinlich hat sie bei der Frage "Welchen Autokraten muss ich morgen besuchen? Erdogan oder Trump?" ein Gänseblümchen zur Hand genommen und abgezählt?

Und daß es neben den "Grundgedanken der internationalen Flüchtlingshilfe und der internationalen Kooperation" auch noch Regelungen im Deutschen Grundgesetz und europäische Vertragswerke zu beachten gibt, das kommt ihr wohl nicht mehr in den Sinn. Vielleicht ruft ihr das der neue US-Präsident noch mal in Erinnerung.
Ich hoffe, daß sie "inspiriert" von dem Personalgespräch mit ihrem neuen Chef zurückkehrt.

Herr Helmut Metz

03.03.2017, 15:49 Uhr

Ich wette eine Flasche guten Scotch darauf, dass in etlichen deutschen MSM (am ehesten TAZ, Süddeutsche oder SPÜLGEL) dann nach dem Treffen der Satz zu lesen ist:
"Merkel BELEHRT Trump..."
Die Deutschen lieben es ja sowieso, die Welt belehren zu wollen. Die Mehrzahl der Amis sagt dazu jedoch: "Fuck Germany!"
Hält jemand dagegen?

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