Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.07.2013

14:24 Uhr

Städtetag

100.000 Kita-Plätzen fehlen

Nicht mehr lang, dann haben Eltern unter drei Jahre alter Kinder Anspruch auf Kita-Plätze. Der Städtetag kritisiert nun, es gebe einen großen Mangel an Kita-Plätzen. Die Bundespolitik nennt die Kritik unberechtigt.

Diese Einladung werden laut Städtetag auch mit Eintritt des Rechtsanspruchs in einigen Wochen etliche Eltern und Kinder nicht annehmen können. Es gebe noch immer viel zu wenig Kita-Plätze, vor allem auf dem Land. dpa

Diese Einladung werden laut Städtetag auch mit Eintritt des Rechtsanspruchs in einigen Wochen etliche Eltern und Kinder nicht annehmen können. Es gebe noch immer viel zu wenig Kita-Plätze, vor allem auf dem Land.

BerlinGut drei Wochen vor dem Start des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kleinkinder gibt es Streit zwischen Kommunen und Bund über den Stand des Ausbaus. Nach Einschätzung des Deutschen Städtetags fehlen bundesweit noch mehr als 100.000 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Das Bundesfamilienministerium hält diese Zahl für überzogen. Die Länder hätten in den letzten Monaten Tempo gemacht und viele Plätze kurzfristig geschaffen, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will an diesem Donnerstag aktuelle Zahlen präsentieren, die die Länder bis Ende Juni 2013 übermittelt hatten.

Am Donnerstag will auch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden Zahlen zur Kindertagesbetreuung veröffentlichen, allerdings mit Stichtag 1. März dieses Jahres. Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kinder ab einem Jahr tritt am 1. August in Kraft. Nötig sind dafür in Deutschland 780.000 Plätze. Für Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr gibt es bereits einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz.

Städtetags-Hauptgeschäftsführer Stephan Articus rechnet trotz fehlender Plätze nicht mit einer Klagewelle der Eltern. „Dafür haben wir bis jetzt keine Anzeichen“, sagte er der „Südwest Presse“. In Einzelfällen könne es zwar Klagen geben. „Da werden die Jugendämter sicher versuchen, sich mit den Eltern zu verständigen und andere Angebote zu machen, etwa für ganz kleine Kinder die früher sehr beliebten Krabbelgruppen.“

Articus verteidigte die Kommunen gegen den Vorwurf, zu lange mit den nötigen Investitionen gezögert zu haben. Im Westen hätten viele Städte und Regionen mit einer Versorgung von sechs Prozent begonnen. In manchen Groß- und insbesondere auch Universitätsstädten liege der Bedarf aber bei über 50 Prozent. Unterschätzt habe der Städtetag das Interesse an der Tagespflege, räumte er ein. Es habe Zweifel gegeben, so viele Tagesmütter und auch Eltern zu finden. „Mittlerweile nutzen aber viele Eltern diese Angebote ganz gerne, weil sie individueller und flexibler ausmachen können, wann sie ihr Kind bringen und holen“, sagte Articus weiter.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

10.07.2013, 09:34 Uhr

Neben den Kita-Plätzen fehlen auch noch die Erzieher dazu.Eine Situation die allen Parteien schon immer bewusst war und ist. Die Reaktionen von Politikern: Wir müssen mehr in Bildung investieren und Bildung in Kitas ausweiten. Nur
eine Sozialpädagogische Ausbildung über Sozialpädagogische Asssitenz bis zum Erzieher ist eine lange Durststrecke von
5 Jahren. Hier könnte der Staat mehr Anreize schaffen,wenn er es ernst meint mit den Kitas. Aber die Informierten in diesen Staat wissen bereits, dass Kinder
für Politiker eine Last sind und keine Freude. Kinder sind
Kostenlastig und die können sich nur Wohlhabene leisten.
Merkwürdig ist nur, je weniger Kinder geboren werden, je höher der Kita Bedarf.Wie passt das zusammen. Angefangen hatte alles nach der Wiedervereinigung, wo Wahnsinnige sämtliche Jugeneinrichtungen und viel Kitas in der ehemaligen DDR auflösten. Vermutlich ist bei uns die Situation so, die Migranten erziehen ihre Kinder zu Hause zu regeln ihres Landes und der Sprache. Für die Deutschen Kinder wollte man nichts mehr tun, weil die sowieso immer weniger werden. Armes Land. Die Kinder sind das Fundament eines Staates. Gruß an die Sandburgen Bauer.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×