Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.12.2012

14:32 Uhr

Standort Bochum

Politiker greifen GM an

Die Politik reagiert weitgehend hilflos auf die Schließung des Opelwerks in Bochum: Der Eigentümer GM habe versagt, nun müsse alles getan werden, um die Betroffenen abzusichern.

Aus für Opel-Werk

Berichte von Tumulten in Bochum

Aus für Opel-Werk: Berichte von Tumulten in Bochum

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Die Bundesregierung hat die Entscheidung von GM, das Opel-Werk in Bochum 2016 zu schließen, hart kritisiert. "Das ist ein schwerer Schlag für die betroffenen Menschen, für ihre Familien, aber auch für den Industriestandort Bochum", sagte Regierungssprecher Georg Streiter in Berlin.

Kanzlerin Angela Merkel erwarte, dass GM alles unternehme, um sozialverträgliche Lösungen zu finden, hieß es in Berlin. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle monierte, das Management des US-Konzerns liefere seit Jahren eine Hängepartie und habe dem Ansehen der Marke Opel geschadet. Auch er forderte faire Lösungen für die Mitarbeiter. Dabei könne der Staat allerdings nur flankierend tätig werden.

Aus für das Werk Bochum: Die Schreckensmeldung zu Opels 50. Geburtstag

Aus für das Werk Bochum

Die Schreckensmeldung zu Opels 50. Geburtstag

Der Autobauer Opel will ab 2016 keine Autos mehr an dem Standort im Ruhrgebiet bauen.

Auch die Landesregierung verlangte eine Perspektive für die Beschäftigten. "Jetzt muss es darum gehen, den Opel-Vorstand beim Wort zu nehmen. Es muss ernsthaft und belastbar an einer Perspektive für den Standort gearbeitet werden", erklärt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Werbepartner: Jürgen Klopp kann Bochum nicht retten

Werbepartner

Jürgen Klopp kann Bochum nicht retten

Die Opel-Markenwahrnehmung hat sich seit Sommer positiv verändert, der Absatz nicht.

Ähnlich argumentiert der SPD-Kanzlerkandidat, Peer Steinbrück. Jetzt komme es darauf an, "Bochum als Standort auch nach dem Ende der Automobilherstellung zu erhalten". Er erwarte vom Management von Opel und General Motors, dass mit der IG Metall und den Betriebsräten für den anstehenden Personalabbau "eine sozialverträgliche Lösung ohne betriebsbedingte Kündigungen" gefunden werde.

Gleichzeitig nutzt Steinbrück die Nachricht für eine Attacke auf die Bundesregierung: "Nachdem Rüttgers, Koch und Guttenberg Opel zur eigenen Profilierung und zu Lasten der Opel Beschäftigten genutzt haben, steht jetzt die Belegschaft mit der Solidarität der anderen Belegschaften und mit Hannelore Kraft und der nordrhein-westfälischen Landesregierung alleine da. Insofern sind die heutigen Äußerungen von Herrn Brüderle blanker Populismus und nur zynisch."




Von

rtr

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rechner

10.12.2012, 14:56 Uhr

Die Bundesregierung hat die Entscheidung von GM, das Opel-Werk in Bochum 2016 zu schließen, hart kritisiert?

Die Bundesregierung spinnt.

General Motors wird in Deutschland nicht gebraucht.

Hoffentlich wird diesmal nicht mehr Zeit auf Rettungsversuche vergeudet.

Good riddance to bad rubbish.

Account gelöscht!

10.12.2012, 16:22 Uhr

Die Kommentare der Politiker beweisen wieder einmal, dass sie weder wissen, wie Märkte funktionieren, noch wie global aufgestellte Unternehmen arbeiten müssen, um zu überleben. Vielleicht hätte Herr Steinbrück einen analytischen Vortrag über die Automärkte in Südeuropa halten sollen: Dann wäre er jetzt besser im Bilde, was ein Unternehmen tun muss, wenn ein Markt zusammenbricht.

Realist

10.12.2012, 16:38 Uhr

Leider ist es viel schlimmer: Leute wie Steinbrück wissen sehrwohl, wie der Hase läuft. Dennoch erzählen sie bewußt Blödsinn, um maximalen Stimmenfang zu erzielen. In dem Sinne: "Grüßt mir Eure Familien!" (Entertainer G.Schröder auf der Betriebsversammlung zur Rettung von P.Holzmann).

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×