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10.10.2012

11:43 Uhr

Statistik

Deutsche sind die Ältesten in Europa

Nur jeder siebte Bundesbürger ist jünger als 15 Jahre. Damit hat Deutschland die älteste Bevölkerung in Europa – aber auch ein Nachwuchsproblem: Bei der Geburtenrate hält Deutschland den Negativrekord.

Rentner auf einer Parkbank. Neben Italien hat Deutschland in Europa den höchsten Anteil an über 65-Jährigen. dpa

Rentner auf einer Parkbank. Neben Italien hat Deutschland in Europa den höchsten Anteil an über 65-Jährigen.

Berlin Deutschland vergreist - und hat in ganz Europa mittlerweile die älteste Bevölkerung. Im Jahr 2010 waren nur 13,5 Prozent seiner Menschen jünger als 15 Jahre - das war weniger als jeder siebte Bürger. „Europaweit war das der geringste Anteil an unter 15-Jährigen an der Gesamtbevölkerung“, sagte am Mittwoch der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, in Berlin. Weltweit habe nur Japan mit 13,4 Prozent einen noch geringeren Wert.

Neben Italien hat Deutschland in Europa nach seinen Worten zudem den höchsten Anteil an über 65-Jährigen. Dabei seien Zwergstaaten wie Monaco und der Vatikan allerdings ausgenommen. „Der Anteil jüngerer Menschen sinkt und der Anteil ältere Menschen nimmt stetig zu.“ Kamen 1980 auf 100 Erwerbsfähige nur 27 Menschen über 65 Jahren, waren es 2010 bereits 34 - und im Jahr 2030 dürften es voraussichtlich laut Egeler schon 53 sein.

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland auch bei der Geburtenrate hinten: Pro 1.000 Einwohner werden nur noch 8 Kinder geboren. „Weltweit hält Deutschland damit heute einen Negativrekord“, sagte Egeler bei der Vorlage des „Statistischen Jahrbuches 2012“. Seit etwa 40 Jahren reichten die Geburten nicht mehr aus, um die Elterngeneration zahlenmäßig zu ersetzen. Dies gelinge nur, wenn jede Frau im gebärfähigen Alter durchschnittlich 2,1 Kinder zur Welt bringe. Es seien momentan aber nur 1,4.

In den letzten fünfzig Jahren habe sich die Zahl der Geburten in etwa halbiert. Im Rekordjahr 1964 gab es 1,4 Millionen Neugeborene, 2011 kamen nur noch 663 000 Kinder in Deutschland zur Welt. „Damit wurde ein neuer Tiefstand erreicht“, sagte Egeler. Eine zahlenmäßig immer schmaler werdende Basis von nachwachsenden Generationen werde also die deutlich stärker besetzten älteren Jahrgänge schultern müssen.

Kommentare (9)

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Ofelas

10.10.2012, 12:05 Uhr

Deutschland schafft sich ab - daran sind sicher die Migranten schuld

Account gelöscht!

10.10.2012, 12:06 Uhr

Und daran werden auch Betreuungsgeld und Kita-Plätze nichts ändern. Solange es immer mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse gibt, die Löhne seit Jahren stagnieren und die Krise sich immer mehr verschärft, wer mit Verantwortungsbewußtsein setzt denn da noch Kinder in diese Welt?

marietta

10.10.2012, 12:16 Uhr

Es gibt leider genug Illusionisten, die sagen, dass jede Zeit am Ende ihre Lösung hatte - selbst nach der Endlösung, so könnte man zynisch anfügen. Am Beispiel der immer wärmeren Winter und heißeren Sommer antworten die Leute dann, dass es immer Lösungen für anstehende Probleme gab.

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