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30.08.2012

09:00 Uhr

Statistisches Bundesamt

Arbeitslosigkeit ist Hauptgrund für Schulden

Schuldnerberatungsstellen haben bei mehr als einem Viertel ihrer Klienten Arbeitslosigkeit als Grund für Überschuldung ausgemacht. Scheidung, Erkrankungen oder gescheiterte Selbstständigkeit sind seltener der Auslöser.

Eine Frau sitzt bei der Schuldnerberatung der Caritas in Hannover und lässt sich von einem Mitarbeiter beraten. dpa

Eine Frau sitzt bei der Schuldnerberatung der Caritas in Hannover und lässt sich von einem Mitarbeiter beraten.

WiesbadenDie Arbeitslosigkeit ist der häufigste Auslöser für eine Überschuldung von Privatpersonen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, war im Jahr 2009 die Arbeitslosigkeit bei 28 Prozent der von Schuldnerberatungsstellen betreuten Personen der Hauptgrund für eine Überschuldung. Im Vorjahr war dieser Anteil etwa gleich hoch.

Neben Arbeitslosigkeit führten laut Destatis auch andere Ereignisse wie zum Beispiel Trennung, Scheidung sowie Tod des Partners oder der Partnerin (zusammen 14 Prozent), Erkrankung oder Sucht (11 Prozent) zu kritischen finanziellen Situationen. Eine unwirtschaftliche Haushaltsführung (10 Prozent) und gescheiterte Selbstständigkeit (9 Prozent) waren weitere nennenswerte Auslöser für eine Überschuldung.

Die überschuldeten Personen hatten den Angaben zufolge 2009 im Durchschnitt rund 35.000 Euro Schulden, davon entfielen 20.000 Euro oder 56 Prozent auf Schulden bei Banken, die somit die wichtigsten Gläubiger waren.

Die Angaben beruhen Destatis zufolge auf einer Befragung von 236 der insgesamt rund 950 Schuldnerberatungsstellen in Deutschland - sie stellten anonymisierte Daten von rund 74.400 beratenen Personen mit deren Einverständnis bereit.

Von

dapd

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