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18.06.2014

11:05 Uhr

Statistisches Bundesamt

Tarife in Deutschland höher als in Frankreich

Die deutsche Privatwirtschaft hat höhere Tarifgehälter zu bieten als Frankreich. Beschäftigte erhielten in Tarifverdiensten 2,6 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Grundgehälter könnten weiter steigen.

8,50 Euro pro Stunde: Taxifahrer demonstrierten in Berlin für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes. dpa

8,50 Euro pro Stunde: Taxifahrer demonstrierten in Berlin für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes.

In der deutschen Privatwirtschaft sind im vergangenen Jahr die Tarifgehälter schneller gewachsen als im Nachbarland Frankreich. Die deutschen Beschäftigten erzielten im Schnitt 2,6 Prozent höhere Tarifgehälter ohne Sonderzahlungen als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. In Frankreich legten die vergleichbaren Gehälter nur um 1,7 Prozent zu.

Allerdings profitierten die Beschäftigten dort von der niedrigeren Inflation, die mit 1,0 Prozent unter dem harmonisierten deutschen Vergleichswert von 1,6 Prozent lag. So gab es in beiden Ländern einen auf die tariflichen Grundgehälter bezogenen Reallohnanstieg.

Damit liegen die deutschen Tarifgehälter das zweite Mal in Folge vor denen der Kollegen in Frankreich. Seit 2006 lässt sich allerdings keine eindeutige Tendenz ablesen. Der Vergleich ist nicht ganz einfach, da sich in Deutschland die Tariferhöhungen zwischen den einzelnen Branchen stärker unterscheiden als bei den Nachbarn. So lag das Tarifplus der Deutschen zwischen 1,5 Prozent bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und 3,3 Prozent im Grundstücks- und Wohnungswesen.

In Frankreich betrug die Spanne zwischen 1,1 und 1,9 Prozent. Nicht berücksichtigt blieben in dem Vergleich Zulagen, Prämien und Einmalzahlungen sowie der gesamte öffentliche Dienst. Deutschland und Frankreich sind die größten Volkswirtschaften im Euroraum. Während die Wirtschaft hierzulande brummt, hat Paris mit erheblichen Problemen zu kämpfen.

Von

dpa

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