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26.11.2013

10:52 Uhr

Statistisches Bundesamt

Zenit bei Studienanfängern scheint erreicht

2,6 Millionen Studierende sind im laufenden Semester an den Hochschulen eingeschrieben – über eine halbe Million mehr als vor zehn Jahren. 2013 gab es erneut mehr Studienanfänger. Aber die Kurve wird flacher.

Audimax der Universität Rostock: Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts haben sich im laufenden Semester 506.600 Erstsemester eingeschrieben. dpa

Audimax der Universität Rostock: Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts haben sich im laufenden Semester 506.600 Erstsemester eingeschrieben.

WiesbadenNach einem Rückgang im vergangenen Jahr ist die Zahl der Studienanfänger wieder gestiegen, aber der Zenit scheint erreicht. Laut Statistischem Bundesamt begannen 2013 zwei Prozent mehr Erstsemester ein Studium an einer deutschen Hochschule als 2012. Nach den vorläufigen Ergebnissen gab es 506.600 Erstsemester.

Das waren wieder mehr Studienanfänger als 2012 (495.000), aber weniger als im Rekordjahr 2011 (518.700), wie das Bundesamt am Dienstag berichtete. Noch könne ein weiterer Rekord nicht ausgeschlossen werden, hieß es aus Wiesbaden. Die Statistiker gehen aber davon aus, dass sich die Erstsemesterzahlen bei etwa einer halben Million jährlich einpendeln.

Drei Gründe seien maßgeblich: die demografische Entwicklung, der Trend zur Höherqualifizierung und die zunehmende Zahl ausländischer Studierender. Besonders stark stiegen die Zahlen in jenen Bundesländern, die 2013 doppelte Abiturjahrgänge hatten.

Ergebnisse des Vergleichs in Mathematik

In Mathematik haben die Schulforscher mehrere Wissensbereiche getestet. Hier die Länderergebnisse der Globalskala.

Länder über dem Durchschnitt

Sachsen: 536, Thüringen: 521, Brandenburg: 518, Bayern: 517, Sachsen-Anhalt: 513, Mecklenburg-Vorpommern: 505, Rheinland-Pfalz: 503, Schleswig-Holstein: 502 (Land, Punkte).

Durchschnitt 500

Länder unter dem Durchschnitt

Baden-Württemberg: 500, Niedersachsen: 495, Hessen: 495, Saarland: 489, Hamburg: 489, Nordrhein-Westfalen: 486, Berlin: 479, Bremen: 471.

Keine Platzierungen

Die Schulforscher geben in der Rangfolge der Länder bewusst keine Zahlen von 1 bis 16 an. Ein Unterschied etwa von 5 Punkten gilt wegen der statistischen Fehlertoleranz in der Regel als inhaltlich nicht bedeutsam. Die Wissenschaftler teilen deshalb die 16 Länder auf in eine Spitzengruppe mit Leistungen, die statistisch bedeutsam über dem Bundesdurchschnitt (500) liegen, in ein Mittelfeld und die Ausreißer nach unten.

Differenz = Lernfortschritt

Etwa 25 bis 30 Punkte Unterschied entsprechen dem Lernfortschritt eines Schuljahres.

In Hessen ging die Zahl der Erstsemester um zehn Prozent hoch, in Nordrhein-Westfalen um acht Prozent. Auch in Bayern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gab es ein Plus. Den stärksten Rückgang verzeichnete Brandenburg mit minus 15 Prozent. Rückläufig sind auch die Erstsemesterzahlen in Bremen, Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

2,6 Millionen Studierende zählte das Statistische Bundesamt im laufenden Wintersemester. Das sind über eine halbe Million mehr als vor zehn Jahren und fünf Prozent mehr als im Wintersemester 2012/13. Die Studierendenzahlen steigen an den Fachhochschulen stärker als an den Universitäten.


Von

dpa

Kommentare (2)

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pema

26.11.2013, 12:57 Uhr

Mehr Studierende heißt leider nicht zwangsläufig mehr Expertise. Das wird unser Land noch in einigen Jahren zu spüren bekommen.

Winfried

26.11.2013, 16:24 Uhr

Schöne Statistik. Wieviel Studierende arbeiten danach auch in Deutschland und zahlen über Steuern die verursachten Kosten. Wieviele Studierenden kommen von ausserhalb Deutschlands nur um dort zu studieren, gehen danach aber wieder.
P.S.: Deutschland hat ein hervorragendes duales Ausbildungssystem. Die Schule zielt aber immer mehr auf die Vorbereitung zum Studium ab.

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