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28.05.2017

12:40 Uhr

Stegner kritisiert Steinbrück

„Unerbetener, schlechter Rat“

Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Stegner kritisiert die Äußerungen des früheren Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück scharf. Steinbrück hatte dem aktuellen Kanzlerkandidaten Schulz öffentlich Ratschläge gegeben.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD verbittet sich „„Rat-Schläge“ von Kapitänen, die vom Ufer zuschauen.“ dpa

Ralf Stegner

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD verbittet sich „„Rat-Schläge“ von Kapitänen, die vom Ufer zuschauen.“

BerlinDie SPD-Spitze hat verärgert auf die Kritik des früheren Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück am Wahlkampf von Martin Schulz reagiert. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Ralf Stegner sagte am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur: „Martin Schulz verdient unser aller tatkräftige Unterstützung und Solidarität, nicht aber „Rat-Schläge“ von Kapitänen, die vom Ufer zuschauen.“

Über den Kurznachrichtendienst Twitter wurde Stegner, der auch SPD-Landeschef in Schleswig-Holstein ist, noch deutlicher. „Andere, selbst an ihrer Hybris gescheitert, geben via Kommentaren der Partei, der sie (noch) angehören, unerbetenen schlechten Rat. Kurios.“ Auch der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD), griff Steinbrück über den Kurznachrichtendienst an: „Das ist mies. Charakterlich. Inhaltlich. Strategisch. Taktisch.“

Peer Steinbrück kritisiert SPD: „Steht da jetzt Erich Schulz-Honecker?“

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„Steht da jetzt Erich Schulz-Honecker?“

SPD-Kanzlerkandidat Schulz will trotz der jüngsten Pleiten mutig in den Wahlkampf ziehen. Störfeuer kommt vom gescheiterten Merkel-Herausforderer Steinbrück. Er warnt Schulz, allein auf das Thema Gerechtigkeit zu setzen.

Steinbrück hat dem aktuellen Kanzlerkandidaten Martin Schulz in Interviews empfohlen, im Bundestagswahlkampf nicht allein auf das Thema Gerechtigkeit zu setzen. Außerdem hielt der Ex-Finanzminister seiner Partei vor, beim Schulz-Hype die Bodenhaftung verloren zu haben. Das habe sich beim 100-Prozent-Ergebnis von Schulz' Wahl zum Parteichef gezeigt: „Die Partei saß plötzlich auf Wolke sieben, es hat sich ein Realitätsverlust eingestellt und das Publikum hat sich gewundert: Steht da jetzt Erich Schulz-Honecker?“, sagte Steinbrück der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Der 70-Jährige, der im vergangenen Herbst sein Bundestagsmandat niederlegte, geht in Kürze mit dem Kabarettisten Florian Schroeder auf Bühnentour.

Von

dpa

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