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13.08.2012

14:33 Uhr

Steigende Benzinkosten

Die Debatte um Spritpreise startet aufs Neue

Pünktlich zum Ferienverkehr am Wochenende kletterten die Spritpreise wieder über die Marke von 1,65 Euro. Und beinahe genauso verlässlich meldet sich angesichts der steigenden Benzinpreise die Politik zu Wort.

Die deutschen Tankstellen haben die Spritpreise erhöht. dapd

Die deutschen Tankstellen haben die Spritpreise erhöht.

MünchenDie Spritpreise haben zum Wochenende erstmals seit Wochen wieder die Marke von 1,65 Euro geknackt. Pünktlich zum Ferienverkehr mussten Autofahrer für einen Liter Super E10 am Samstag und Sonntag im bundesweiten Schnitt nach Angaben des ADAC wieder mehr als 1,65 Euro bezahlen. Bereits am Mittwoch war der Durchschnittspreis getrieben auch von den höheren Rohölpreisen wieder über 1,60 Euro geklettert. Am Montag gab der Preis nach Berechnungen des Autoclubs aber wieder leicht nach.

Die erneute Preisrunde rief auch wieder die Politik auf den Plan. Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) erneuerte seine Forderung nach einer frei zugänglichen Datenbank für Benzin- und Dieselpreise. „Die Belastungen von Bürgern und Unternehmen an der Zapfsäule müssen gestoppt werden. Und das gilt nicht nur für Ferienbeginn und Ferienende“, teilte der Minister am Montag mit. Nach jeder Preisrunde entflammt die politische Debatte erneut.

In der Diskussion um Mittel gegen hohe Benzinpreise sind auch Modelle, die etwa die Zahl der Preisveränderungen pro Tag begrenzen und die Anbieter zwingen sollen, diese Veränderungen mitzuteilen. Solche Varianten gibt es unter anderem in Österreich oder im Westen Australiens. Der ADAC etwa lehnt solche Modelle aber ab. Sie führten tendenziell sogar zu höheren Preisen.

Unter anderem Thüringen hatte sich im Bundesrat für eine Benzinpreisbremse strak gemacht. Wie sein hessischer Kollegen ist auch der dortige Verkehrsminister Christian Carius (CDU) aber unzufrieden mit der Umsetzung durch die Bundesregierung. Die sieht bisher nur vor, dass die Mineralölkonzerne ihre Preise an das Bundeskartellamt melden. Das geht den Ländern nicht weit genug. Voraussichtlich im Herbst steht das Thema im Bundestag an.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Stula

13.08.2012, 15:01 Uhr

Das übliche Bla Bla. Anstatt einer Scheindebatte deren Ergebnis sich im Centbereich bewegen dürfte, bedarf es einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit der Ausgestaltung von Mobilität. Der größte Nutznießer hoher Spritpreise ist der Staat; allerdings halte ich nichts davon die Steuer auf Kraftstoffe zu senken. Nur zu gerne würden die anderen am Sprit Verdienenden die Lücke füllen, würde der Staat kürzer treten. Wo sind die Alternativen der Autobranche? Hier spielt die Zukunft und ich hoffe, die deutschen Autobauer verschlafen sie nicht.

Niemand

13.08.2012, 16:24 Uhr

Der Sprit ist noch viel zu billig. SUV und Geländewagen sind der Renner. Tempolimit interessiert auch niemand, also immer schön den Sprit zum Auspuff raushämmern.

Account gelöscht!

13.08.2012, 23:40 Uhr

Scheindebatten der Politiker um uns einzulullen. Denen kann das doch nur recht sein.
Auf den Kraftstoffnettopreis kommt die Mineralölsteuer drauf und darauf dann die Mehrwertsteuer.
Doppelt und Dreifach.
Und bald kommt noch die Autobahn-PKW Steuer.
Wir werden ausgequetscht wie die Zitronen.
Hier kann man sich mal den Steueranteil ausrechnen:
http://www.steuerformen.de/mineraloelsteuer.htm

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