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28.11.2012

11:54 Uhr

Steigende Bezüge

Regierung verspricht höhere Renten

Rentner dürfen mit steigenden Bezügen rechnen. Bis zum Jahr 2016 sollen die Renten laut Bundesregierung um rund 36 Prozent steigen. Sozialverbände und Opposition kritisieren die Zahlen als zu optimistisch.

Die Bezüge sollen bis 2016 im Osten um 11,01 Prozent und im Westen um 8,27 Prozent steigen. dpa

Die Bezüge sollen bis 2016 im Osten um 11,01 Prozent und im Westen um 8,27 Prozent steigen.

Berlin Die Bundesregierung macht den mehr als 20 Millionen Rentnern Hoffnung auf deutlich höhere Einnahmen: Das Kabinett verabschiedete am Mittwoch einen Rentenbericht, wonach die Bezüge bis zum Jahr 2026 um rund 36 Prozent ansteigen werden. Das wären gut zwei Prozent jährlich. In den nächsten vier Jahren können die Senioren sogar mit deutlich höheren Zuwächsen rechnen. So werden den Prognosen zufolge die Bezüge bis 2016 im Osten um 11,01 Prozent und im Westen um 8,27 Prozent steigen.

Die Ost-Rentner bekommen den Berechnungen zufolge im kommenden Jahr mit 3,49 Prozent das höchste Plus seit 1997. Im Westen gibt es demnach hingegen im nächsten Jahr nur ein Prozent mehr. Im Jahr 2015 sollen die Altersbezüge im Westen mit 2,55 Prozent so stark steigen wie seit 1993 nicht mehr. Gewerkschaften, Sozialverbände und Opposition hatten die Zahlen als zu optimistisch kritisiert und die Regierung vor unhaltbaren Versprechungen gewarnt.

Festgelegt wird die Höhe der Rentenanpassung von der Regierung stets im Frühjahr, wenn die Zahlen zur Lohnentwicklung vorliegen. In diesem Jahr waren die Altersgelder um 2,18 Prozent im Westen und um 2,26 Prozent im Osten gestiegen.

Im Jahr 2011 betrug die Rente für Männer den Angaben zufolge im Schnitt 977 Euro pro Monat. Der Wert fiel in den neuen Ländern mit 1010 Euro etwas höher als in den alten Ländern (969 Euro). Für Frauen wurden im Durchschnitt 549 Euro gezahlt - 707 Euro in Ost- und 505 Euro in Westdeutschland. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen im Osten auf mehr Versicherungsjahre kommen. Dem Bericht zufolge beläuft sich die Rente eines Durchschnittsverdieners derzeit auf 49,6 Prozent des Nettolohns, allerdings vor Steuern. Das Niveau werde auf 48 Prozent im Jahr 2020 und auf 46 Prozent im Jahr 2026 sinken.




Von

rtr

Kommentare (4)

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Vicario

28.11.2012, 12:25 Uhr

Jetzt gehen die Nepper,Schlepper,Bauernfänger auf Wählerfang. Ist doch klar, 20 Mio Rentner ist ein großes Wahlviehpotenzial.

Aber die heutigen Rentner haben sich mittlerwile auch an das Internet gewöhnt....so leicht wie früher sind die nicht mehr einzufangen ! Diese Billigrechnung geht nicht mehr auf, Frau Murksel, H. Vortragshengst, Rampensau und Grünschnabel auf der Titanic !

Nächstes Jahr seit ihr alle abgewählt !!!!!

Rumpelstilzchen

28.11.2012, 12:26 Uhr

In der gesamten Regierungszeit von Schwarz-Gelb sind die Renten minimal angehoben worden, real also gefallen - die Rentner leiden unter einem gigantischen Kaufkraftverlust, von der Politik so gewollt und von Rot-Grün seinerzeit so beschlossen. Nun wird den Rentnern eine rosige Zukunft ausgemalt, das kostet nichts und dient einzig und allein Wahlkampfzwecken. Durchsichtiger geht's nicht mehr!!!

Account gelöscht!

28.11.2012, 13:13 Uhr

Am 28.11.2012 um 11:54 Uhr wurde bekannt,
dass die Regierung höhere Renten verspricht. Danach sollen die Renten bis 2026 um 36 Prozent steigen.

1. Das kann sein, allerdings werden die 36 % Rentenerhöhungen mit Steuern belegt, so dass davon nur wenig ausbezahlt wird.

2. Die Anzahl der Rentner nimmt im Gegensatz zu der berufstätigen Bevölkerung (Demografiewandel) zu. Das würde bedeuten, dass die berufstätigen Menschen bis dahin eine Gehaltserhöhung von über 36 % erhalten müsste um mit den Steuerabgaben die Renten finanzieren zu können.

3. Wahrscheinlich müssten die Gehälter um rund 50 % ansteigen. Folglich steigen die Preise. Am Ende geht die Sache so aus, dass die Rentner noch weniger zum Lebensunterhalt haben als jetzt.

4. Unsere Politiker sind nicht einmal in der Lage 2 Wochen vorher zu sehen, geschweige was in im Jahr 2026 lost ist. Die Meinungen unserer politischen Vorturner wechseln stündlich. Was soll der Quatsch mit dem Jahr 2026. So eine dumme Wahlpropaganda nutzten die Nazis im Dritten Reich.

Es gibt keine Partei in Deutschland die wählbar ist. Alles nur lug und trug.

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