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27.01.2010

16:06 Uhr

Steigende Geburtenrate

Deutlich mehr Kinder im Osten der Republik

Die Geburtenrate in Ostdeutschland stieg von 2007 zu 2008 deutlich an. Im Westen hingegen stagnierte die Zahl der neuen Erdenbürger. Insgesamt dins die Deutschen jedoch weit davon entfernt, ausreichend Nachwuchs zu zeugen.

Mutter mit Neugeborenem: Osten liegt vorn. dpa

Mutter mit Neugeborenem: Osten liegt vorn.

HB WIESBADEN. Erstmals seit der Wiedervereinigung hat die Geburtenrate in Ostdeutschland 2008 wieder über der im Westen gelegen. Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau stieg in den neuen Ländern von 1,37 im Jahr 2007 auf 1,40. Im Westen blieb sie praktisch unverändert bei 1,37. Bundesweit betrug die Geburtenrate 1,38, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Damit die Bevölkerung eines Landes ohne Einwanderung etwa gleich bleibt, ist laut Bundesamt eine Geburtenrate von 2,1 erforderlich. Dieser Wert sei in Westdeutschland zuletzt 1969 erreicht worden, in der damaligen DDR 1971. Zu Beginn der 60er Jahre lag die Geburtenrate bei 2,5. In der DDR begann der Rückgang 1964, in Westdeutschland 1967.

Die DDR habe dieser Tendenz ab Mitte der 70er Jahre mit umfangreichen staatlichen Fördermaßnahmen entgegengewirkt, erklärte das Bundesamt. Dies führte zu einem kurzfristigen Anstieg auf 1,94 Kinder pro Frau im Jahr 1980. In Folge der wirtschaftlichen und sozialen Umbrüche im Zuge der Wiedervereinigung stürzte die Geburtenrate von 1,52 im Jahr 1990 auf 0,98 ein Jahr später und ging bis 1994 weiter auf 0,77 zurück.

Seitdem weist die Kurve wieder nach oben, lediglich 2005 gab es noch einmal einen kleinen Rückgang. Im alten Bundesgebiet lag der Wert 1990 bei 1,45, 1994 bei 1,35, im Jahr 2000 bei 1,41 und 2006 bei 1,34. 2008 gab es einen geringfügigen Rückgang von 1,375 auf 1,374.

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