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30.03.2011

17:53 Uhr

Steigerung angekündigt

Union erwartet höhere Pflegebeiträge

Auf die Bürger kommen nach Ansicht von Pflege- und Gesundheitsexperten der Union Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung zu. Bis zu 0,5 Prozentpunkte vom Bruttolohn könnten die Deutschen zukünftig mehr bezahlen.

Der Pflegebeitrag könnte in Zukunft deutlich steigen. Quelle: dpa

Der Pflegebeitrag könnte in Zukunft deutlich steigen.

BerlinPflege- und Gesundheitsexperten der Union haben die Bürger auf üppige Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung eingestimmt. Der CDU-Pflegeexperte Willi Zylajew stützte am Mittwoch Berechnungen von Unions-Fraktionsvize Johannes Singhammer, wonach die Bürger in Zukunft bis zu 0,5 Prozentpunkte mehr von ihrem Bruttolohn für die Pflege berappen müssen. Die Regierung und die FDP widersprachen den Angaben und betonten, hierzu gebe es bislang keine Festlegungen. CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn nannte den genannten Wert überzogen.  

Singhammer sagte der Zeitung „Die Welt“, er erwarte eine Steigerung der von Arbeitnehmern und Arbeitgebern je zur Hälfte finanzierten Pflegebeiträge um 0,3 bis zu 0,5 Beitragspunkte. CDU und CSU seien sich einig darin, dass es bessere Leistungen der Versicherung und vor allem eine bessere Entlohnung der Pflegekräfte „für ihren aufopferungsvollen Dienst“ nicht zum Nulltarif geben könne.  

Zylajew sagte der Nachrichtenagentur Reuters, eine Steigerung um 0,5 Prozentpunkte halte er anhand der Vorgaben von Gesundheitsminister Philipp Rösler für plausibel. Er verwies darauf, dass die Koalition im Rahmen ihrer geplanten Reform einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff umsetzen, eine Demografiereserve aufbauen und die Preise dynamisieren wolle. Dies alles spiegele sich in den Berechnungen wider.

„Spiegel Online“ berichtete unter Berufung auf Unionskreise gar von Signalen aus dem Kanzleramt, wonach für die Regierung auch eine Steigerung um 0,6 Prozentpunkte denkbar wäre. Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans bezeichnete diese Information als „definitiv falsch“. „Finanzfragen stehen nicht zur Entscheidung an, deshalb es gibt auch keinerlei Planungen, wie sie heute berichtet wurden.“ Zunächst werde geschaut, wo Verbesserungen bei der Pflege nötig seien. Auch ein Sprecher Röslers betonte, es gebe noch keine Festlegungen.

Kommentare (2)

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Fallbeil

30.03.2011, 18:52 Uhr

Diese angeblichen Pflegeexperten Zylajew u.Singhammer(CDU)
sind Lobbyisten.Rösler hält sich noch bedeckt wegen der
FDP Krise.Diese Typen müssen erst ihre Wunden lecken .
Es sieht wohl eher danach aus,dass Schäuble wegen des
Schrott-Euros (ESM 2013)die Kranken-u.Pflegeversicherung schröpfen will .

Thomas-Melber-Stuttgart

30.03.2011, 20:41 Uhr

Mehr Netto vom Brutto - :lol:

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