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03.11.2012

12:48 Uhr

Steinbrück

SPD-Frauen wollen 50-Prozent-Quote im Schattenkabinett

Um das Thema Gleichstellung glaubwürdig zu vermitteln hat die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen eine Quote von 50 Prozent für das Schattenkabinett des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück gefordert.

Die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner. dapd

Die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner.

BerlinDie Frauen-Arbeitsgemeinschaft in der SPD erwartet von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ein stärkeres Einbinden von Frauen in sein enges Umfeld. "Das Regierungsteam der SPD muss das Thema Gleichstellung glaubwürdig widerspiegeln", sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, der "Welt am Sonntag". "Wir setzen auf ein paritätisches Team aus Frauen und Männern." Die SPD habe "genug Frauen, die für Ministerämter und auch für klassische Ressorts zur Verfügung stehen", betonte sie.

Die Frauen in der SPD erwarteten von Steinbrück ein Bewusstsein für das Thema Geschlechtergerechtigkeit, sagte Ferner, die auch stellvertretende Fraktionschefin ist. "Steinbrück wird uns da sicher nicht enttäuschen", fügte sie hinzu. Dessen Art sei "vielleicht nicht jedermanns Sache, aber gewiss kein Problem speziell von Frauen". Steinbrücks Ehefrau habe "stets gearbeitet, und ist nicht dem Hausfrauenmodell gefolgt. Er hat zwei erwachsene Töchter, weiß also um die Probleme von Frauen".

Die SPD müsse "die Gleichstellung zu ihrem Kernanliegen im Wahlkampf machen", betonte Ferner. "Leider ist es der Union gelungen, sich mit Frau Merkel und Frau von der Leyen ein frauenfreundliches Image zu geben. Damit darf sich die SPD nicht abfinden."

ASF-Vize Agnes Allroggen-Bedel sagte der "Bild"-Zeitung vom Samstag: "Ich gehe fest davon aus, dass Peer Steinbrück zumindest sein Schattenkabinett gleichrangig mit Männern und Frauen besetzen wird." Die ASF ist dem Bericht zufolge enttäuscht darüber, dass Steinbrücks enges Wahlkampfteam aus drei Männern besteht. Steinbrück hatte vor wenigen Tagen sein Beraterteam für den Bundestagswahlkampf benannt. Darunter sind der bisherige sachsen-anhaltinische Finanz-Staatssekretär Heiko Geue, der thüringische Wirtschaftsminister Matthias Machnig und als sein Sprecher der frühere SPD-Sprecher Michael Donnermeyer.

Am kommenden Donnerstag will Steinbrück am "Roten Frauensalon" der SPD teilnehmen und mit Expertinnen sowie Parteikolleginnen über frauenrelevante Themen diskutieren. Von Seiten der SPD nehmen an der Veranstaltung außerdem die ASF-Vorsitzende Ferner, die stellvertretende Parteivorsitzende Manuela Schwesig und Generalsekretärin Andrea Nahles teil.

Von

afp

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

03.11.2012, 13:11 Uhr

Die Konstellation ist absolut tödlich: Frauen und Sozialisten richten nur noch dummes Zeug an.

Frauen_an_die_Front

03.11.2012, 13:44 Uhr

Steinbrück wird doch gar nichts anderes übrig bleiben, als möglichst viele Frauen in sein Kabinett zu holen, damit die Regierungsarbeit gemacht wird. Die Jungs sind doch alle anderweitig beschäftigt, Vorträge halten etc.

Account gelöscht!

03.11.2012, 14:54 Uhr

Hoffentlich wählt er wenigstens die Schleswig aus, die Ferner und die Nahles können Schäden an der Netzhaut verursachen.

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