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29.09.2012

17:10 Uhr

Steinbrück und die SPD

„Froh, dass die K-Frage geklärt ist“

Steinbrück will am Zaun des Kanzleramtes rütteln. Zuerst muss er aber die Kritiker in der eigenen Partei von sich überzeugen. Beim ersten Auftritt als Kanzlerkandidat geht er mit der Basis auf Kuschelkurs.

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat beim Parteitag der NRW-SPD in Münster der Ministerpräsidentin und Landesvorsitzenden der SPD Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, ein wenig die Show gestohlen. dpa

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat beim Parteitag der NRW-SPD in Münster der Ministerpräsidentin und Landesvorsitzenden der SPD Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, ein wenig die Show gestohlen.

MünsterSo wenig Aufmerksamkeit ist die beliebte nordrhein-westfälische Landesmutti gar nicht gewohnt. Fast unbemerkt bahnt sich die verschnupfte Hannelore Kraft den Weg zu den vorderen Stuhlreihen. „Wenn Sie mich freundlicherweise einmal durchlassen würden?“ An aufgeregten Reportern drückt sie sich vorbei ins grelle Blitzlicht. Da steht am Samstag meist nur einer – ein ziemlich cooler Peer Steinbrück. Ein Küsschen zur Begrüßung, dann setzt sich der designierte Kanzlerkandidat der SPD unbeeindruckt auf den Stuhl mit seinem Namenszettel, während ihm die Tonangeln der Reporter fast im Gesicht hängen. Auf ihn wartet eine Wohlfühlveranstaltung.

Blitzeilig musste die nordrhein-westfälische SPD noch einmal vieles umwerfen am Tag vor ihrem zuvor eher unspektakulär anmutenden Landesparteitag in Münster. Platz musste her für eine Rede von Steinbrück – seiner ersten als ausgerufener Kanzlerkandidat der Partei. Und für über 50 zusätzliche Journalisten, die sich nach dem Bekanntwerden der Personalie am Freitag spontan ankündigten.

SPD-Kanzlerkandidat: Peer Steinbrück soll es richten

SPD-Kanzlerkandidat

Peer Steinbrück soll es richten

Die SPD hat ihren Kanzlerkandidaten. Die Nachricht löste ein breites Echo aus.

In NRW ist der frühere Ministerpräsident Steinbrück zu Hause – hier hat er aber auch viele Kritiker. Die scheinen sich einen Tag nach der unerwarteten Verkündung seiner Kandidatur in Luft aufgelöst zu haben. Die Sozialdemokraten haben längst in den Schmusemodus umgeschaltet, loben die finanzpolitische Kompetenz Steinbrücks und sein keckes Auftreten. „Er war mein Lieblingskandidat, ich habe gehofft, dass er es wird“, sagt Susanne Maaß, Ortsvorsitzende der SPD in Reichshof im Oberbergischen Kreis. Und: „Man darf auch Ecken haben.“

Man muss schon genau hinhören, um im wohligen Harmoniestrudel des NRW-Parteitags kritische Töne einzufangen. „Gibt's da was umsonst?“, kommentiert eine Delegierte hinter vorgehaltener Hand die Menschentraube, von der Steinbrück umgeben ist. „Schreiben Sie jetzt nicht, dass ich ihn nicht mag!“ bittet ein Genosse, nachdem er den neuen Spitzenmann nur zögerlich gelobt hat.

Kommentare (10)

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Mazi

29.09.2012, 17:44 Uhr

Der Vergleich mit Schröder ist denkbar schlecht und kommt für Steinbrück ungelegen. Schröder war eindeutig der SPD-feindlichste Sozialdemokrat, den de SPD je ins Rennen geschickt hat. Dies auf Steinbrück übertragen, deutet auf nichts Gutes hin.

Die Wähler werden gewiss noch erinnern.

Vicario

29.09.2012, 18:27 Uhr

Was will dieser Usurpator: Beinfreiheit.... der braeuchte erstmal Hirnfreiheit ! Was will der mit 16 % der SPD bei der Wahl 2013 werden..? Dieser Haufen benoetigt endgueltig eine Lektion . Leute, geht zur Wahl, schreibt auf den Wahlzettel : KEINE der aufgelisteten Parteien und KEINE der aufgelisteten Personen. Und macht das Kreuzchen nebendran. Dann wollen wir sehen, welche Ampel, Paradis, Papageien.-etc Koalitionen zustande kommen. Und dann nehmen wir uns das Recht und waehlen unseren K selbst ! Einen K vom Volke direkt gewaehlt !

Thomas-Melber-Stuttgart

29.09.2012, 19:42 Uhr

Wie wurde der Kandidat denn nun nominiert? Wäre ich SPD-Mitglied fühlte ich mich doch vera...lbert.

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