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15.08.2016

15:18 Uhr

Steinmeier in Russland

Schwierige Gespräche in Jekaterinburg

Bundesaußenminister Steinmeier äußert einmal mehr seine Besorgnis über die neuerlichen Spannungen auf der Krim. Sein Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow bringt vorerst keine Ergebnisse.

Bundesaußenminister Steinmeier und sein russischer Amtskollege Lawrow trafen sich heute in Jekaterinburg. Im Anschluss gab es eine Pressekonferenz. picture alliance/dpa

Steinmeier und Lawrow in Jekaterinburg

Bundesaußenminister Steinmeier und sein russischer Amtskollege Lawrow trafen sich heute in Jekaterinburg. Im Anschluss gab es eine Pressekonferenz.

MoskauAngesichts der neuerlichen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine um die Krim-Halbinsel hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow zur Ruhe gemahnt. Es sei „entscheidend, sich nicht von Emotionen hinreißen zu lassen und nicht auf extreme Weise zu handeln“, sagte Lawrow am Montag nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) im russischen Jekaterinburg. Stattdessen müsse „die Situation mit Zurückhaltung stabilisiert werden“.

Gleichzeitig warnte Lawrow, Russland werde jeden Versuch, auf sein Territorium vorzudringen, „im Keim ersticken“. Russland wirft der Ukraine vor, auf der von Russland annektierten ukrainischen Krim Unruhe stiften zu wollen und heimlich bewaffnete Gruppen dorthin entsandt zu haben. Laut dem russischen Geheimdienst FSB wurden bereits mehrere Anschläge auf der Krim vereitelt und „terroristische Saboteure“ festgenommen. Die Ukraine wies die Vorwürfe zurück und versetzte ihre Truppen in Alarmbereitschaft.

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Der russische Außenminister Lawrow lehnt in Aleppo eine Waffenruhe für Hilfsaktionen ab ab. Außenminister Steinmeier hatte den Kreml dazu gedrängt. Die humanitäre Situation in der syrischen Stadt sei „katastrophal“.

Steinmeier sagte nach dem Treffen in Jekaterinburg erneut, die Bundesregierung sei beunruhigt über die neuerlichen Spannungen. Er habe mit Lawrow über ein für September geplantes Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Präsidenten Russlands, Frankreichs und der Ukraine beraten. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte vergangene Woche den Sinn eines Treffens zum Ukraine-Konflikt im sogenannten Normandie-Format am Rande des G20-Gipfels im September angezweifelt.

Steinmeier war am Vormittag mit seiner Forderung nach einer Waffenruhe in Aleppo abgeblitzt. Lawrow verweigerte bei dem Treffen in Jekaterinburg die Zusage. Er verwies auf bisherige russische Initiativen: Vier Fluchtkorridore für die Bevölkerung aus der bedrängten syrischen Stadt sowie täglich dreistündige Feuerpausen.

Von

afp

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