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20.05.2013

14:17 Uhr

Steuerbetrug

Tausende Selbstanzeigen durch Hoeneß-Effekt

Die Angst vor Entdeckung trägt Früchte: Nach dem Bekanntwerden der Steueraffäre des FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß sowie des Ankaufs einer neuen Steuersünder-CD steigt die Zahl der Selbstanzeigen rasant. Allein in Niedersachsen sind es allein durch den „Hoeneß-Effekt“ über 1000 – darunter „dicke Fische“.

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Drahteln zum Diktat: Hoeneß über sein Geld: "Ich brauche keine Berater"

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Hannover„Ich denke, dass wir nur in Niedersachsen innerhalb der nächsten vier Wochen auf über tausend Selbstanzeigen kommen werden“, sagte der dortige Landesfinanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) im Gespräch mit der Nachrichtenagnetur dpa. Das Thema wird ebenso wie die Haushaltssituation an diesem Donnerstag bei der Konferenz der Finanzminister in Wiesbaden im Zentrum stehen.

„Wir haben einen deutlich verstärkten Eingang von Selbstanzeigen, das beschleunigt sich zunehmend“, sagte Schneider. „Wir reden hier über dicke Fische.“ Von der jüngst von Rheinland-Pfalz angekauften neuen CD sei gerade mal ein Prozent ausgewertet und an die einzelnen Bundesländer zur Prüfung gegeben worden. Jeder der in Niedersachsen überprüften Fälle habe ein Potenzial von mindestens einer Million Euro: „Nach unserer Einschätzung ist da erhebliche Substanz drin.“

Steuer-Affäre: Hoeneß soll auf T-Aktien gewettet haben

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Hoeneß soll auf T-Aktien gewettet haben

Medienberichten zufolge soll sich Uli Hoeneß mit Aktien der Deutschen Telekom verspekuliert und Millionen Euro verloren haben. Damit hätte die T-Aktie neben den tausenden Kleinanlegern auch ein prominentes Opfer.

Bereits die alten Steuersünder-CDs, die mittlerweile zu 90 Prozent ausgewertet seien, hätten Niedersachsen 146 Millionen Euro in die Kassen gespült. „Das könnten aber auch noch 160 oder 170 Millionen Euro werden“, fügte Schneider hinzu. Der jahrelange Ankauf von Steuersünder-CDs hat nach seiner Ansicht neue Dynamik in die Debatte um Steuerehrlichkeit gebracht. „Ausgehend von den CDs ist da eine Lawine in Gang gebracht worden.“

Ziel müsse es aber sein, die Steueroasen durch internationale Abkommen trocken zu legen. Den Vorschlag von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zu einem Abkommen mit der Schweiz nach US-Vorbild unterstütze er. „Es ist nicht einzusehen, dass wir als Europäer ein schlechteres Abkommen mit der Schweiz abschließen sollen als die Amerikaner.“

Kommentare (20)

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Steinweg

20.05.2013, 14:49 Uhr

Da sieht man, dass die General-Praeventin doch nicht veraltet ist. Im Fernsehen uebertragene Hinrichtungen muessen wirksam sein.

Unglaublich

20.05.2013, 15:03 Uhr

Hoeneß Effekt plus Angelina Jolie Effekt = so gut wie gehirnamputiert....

bjarki

20.05.2013, 15:41 Uhr

Mittelalter Deutschland : Man stellt an den Pranger und das Volk bloekt dazu : Haengt Sie. Klapperfuechse stellen sich selbst. ... moeglich aber ich glaube die Reichspropaganda nicht. Immer wenn ich Schauble sehe denke ich an Pebbels.

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